Elterntaxis: Jedes fünfte Kind wird in OÖ zur Schule chauffiert

In Oberösterreich kommen laut Verkehrsministerium acht von zehn Kindern umweltfreundlich zu Fuß, mit Öffentlichem Verkehr oder Fahrrad zur Schule. Aber jedes fünfte Kind wurde mit dem “Elterntaxi” chauffiert. Das verursacht oft Staus und Verkehrsprobleme vor Schulen. Der Verkehrsclub Österreich will dem nun entgegenwirken.

Zu viel Autoverkehr durch Elterntaxis ist für zahlreiche Schulen ein Problem. Erhebungen des Verkehrsministeriums haben gezeigt, dass in Oberösterreich etwa jedes fünfte Kind mit dem Auto zur Schule gebracht wird. „Wenn innerhalb kurzer Zeit 20, 30 oder gar 40 Autos direkt vor die Schule fahren, kommt es zu einem regelrechten Verkehrschaos. Das führt zu unübersichtlichen und gefährlichen Situationen. Kinder sollten möglichst nicht mit dem Auto zur Schule gebracht werden“, so VCÖ-Sprecher Christian Gratzer. Zudem sorgen die Abgase der Autos direkt vor der Schule für schlechte Luft. Der Schulweg sei zudem eine Chance, auf eine gesunde Portion Bewegung zu kommen.

“Schulstraßen” als Lösungsansatz
Der VCÖ tritt für ein verkehrsberuhigtes Schulumfeld ein. In Südtirol bewährt sich seit vielen Jahren das Konzept der Schulstraße, das seit 2017 auch in Salzburg vor sechs Volksschulen umgesetzt wurde. Dabei wird etwa eine halbe Stunde vor Unterrichtsbeginn die Straße vor der Schule gesperrt. Dadurch hat sich die Situation für die Kinder deutlich verbessert. Geeignet sei das Konzept der Schulstraße vor allem für Schulen, die an Nebenstraßen liegen.

Wie 6- bis 14-Jährige in OÖ zur Schule kommen
Mit Öffentlichem Verkehr: 42 Prozent
Zu Fuß: 30 Prozent
Im Auto mitfahrend: 21 Prozent
Fahrrad: 6 Prozent

Quelle: bmvit, VCÖ 2018
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