Handyparken im Vormarsch: Parkscheinautomaten werden schrittweise abgebaut

Die Stadt Linz geht einen konsequenten Schritt Richtung Digitalisierung und startet ein neues Projekt zum Thema Handyparken. 48 der 318 Parkscheinautomaten erhalten in den nächsten Tagen bunte „Überzieher“, auf denen das Handyparken beworben wird. Durch die stärkere Umstellung auf das Handyparken wird der Parkvorgang einerseits für Kunden flexibler und andererseits für die Stadt günstiger, weil die teure Wartung und oftmalige Neuprogrammierung wegfällt. Mittelfristig sollen 25 Prozent der Parkscheinautomaten eingespart werden.

Im ersten Schritt erspart sich die Stadt durch den Wegfall von 48 Parkscheinautomaten etwa 60.000 Euro an jährlichen Betriebskosten. „Wir wollen das Handyparken noch stärker in der Bevölkerung verankern. Smartphones und Handy-Apps werden immer beliebter, um die Parkgebühr zu bezahlen. Alleine im vergangenen Jahr hat sich der Anteil der Handyparker von 4,8 Prozent im Jahr 2015 auf 7,3 Prozent erhöht. Wir setzen weiterhin Initiativen, um das Angebot noch attraktiver zu gestalten“, so zuständige Referent, Vizebürgermeister Detlef Wimmer.
Der große Vorteil beim Handyparken: Wer die Parkgebühr mit dem Mobiltelefon bezahlt,
profitiert nach der ersten halben Parkstunde von einer minutengenauen Abrechnung.
Linz setzt dabei auf das Plattformmodell. Das heißt, die Nutzer können aus aktuell fünf Anbietern auswählen. Außerdem fällt die oft lästige Kleingeldsuche weg.

Der für die Parkraumbewirtschaftung zuständige Referent, Vizebürgermeister Detlef Wimmer

Der für die Parkraumbewirtschaftung zuständige Referent, Vizebürgermeister Detlef Wimmer

Vorteil auch für die Stadt Linz
Der Austausch eines alten durch einen neuen Parkscheinautomat kostet zirka 5.000 Euro (exkl. diverser Kosten wie z.B.: Bauarbeiten bei einem neuen Standort). Da in den nächsten sechs Jahren sämtliche Parkscheinautomaten ihre Lebensdauer erreichen werden und ausgetauscht werden müssen, geht Linz den kostenschonenden Weg. Ein Komplettaustausch aller Parkscheinautomaten kostet mindestens 1,5 Mio. Euro.

Steigende Nutzung
Für das Parken auf einem der 7.832 Linzer gebührenpflichtigen Kurzparkzonen-Stellplätzen kann auch mit dem Handy bezahlt werden. 2016 haben die Autofahrer rege von diesem Angebot Gebrauch gemacht und 196.819 Mal elektronische Parkscheine gelöst. Die fast 30-prozentige Steigerung gegenüber 2015 mit 151.662 Parkvorgängen mittels Handy zeigt, dass sich der Trend der Vorjahre fortsetzt und dieses System immer stärker genutzt wird. Insgesamt 455.962 Euro hat die Stadt Linz 2016 allein durch Handyparken eingenommen. Im Jahr zuvor waren es 308.446 Euro, was eine Steigerung um 147.516 Euro beziehungsweise 47 Prozent bedeutet.

Fünf Anbieter
Voraussetzung für das Bezahlen der Parkgebühr mittels Handy ist aktuell die Registrierung bei einer der folgenden fünf Betreiberfirmen: Easy:park, HANDY Parken von A1, Park and More, ParkNow, Trafficpass. Letztere wurde 2016 am häufigsten genutzt: 200.516 Euro an Parkgebühren sind über diesen Anbieter beglichen worden. Mit dieser breiten Palette an Anbietern ist die Stadt Linz nun auch mit Städten wie Wien, St. Pölten, Amstetten, Eisenstadt, Steyr, Gmunden, Klagenfurt oder Wels kompatibel.

 

 

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