2020 fühlt man sich in Linz “Wie im Paradies”

Das Erfolgsformat Höhenrausch geht 2020 in seine achte Auflage. Von 27. Mai – 18. Oktober 2020 lautet das Thema “Wie im Paradies” und setzt sich mit Wunschvorstellungen für unser Leben und unsere Zukunft auseinander: Genuss, Verzückung & Ekstase treffen dabei auf Besinnung, Leere & Erinnerung. Spannung verspricht der Rundgang am Dach, der nach der Renovierung der Ursulinenkirche wieder ins einer gesamten Länge inklusive Passagedach, Kirchtürmen und Ursulinenhofdachböden bespielt und begehbar wird.

110.000 Besucher waren es bei der letzten Auflage 2018, im Schnitt besuchten 750 Menschen das spannende Erfolgsformat hoch über den Dächern der City, das heuer in die bereits neunte Auflage geht und im Zweijahres-Rhythmus stattfindet. Zu Spitzentagen waren sogar 2.500 auf dem aussichtsreichen Kunst-Parcours unterwegs.

Wir sind mit einem immer größer werdenden Angebot individuell abgestimmter Glücksmomente konfrontiert, die die klassischen Paradiesvorstellungen ersetzen. Die Zeit wird immer schnelllebiger, schon lange will sich niemand mehr auf ein späteres, ungewisses Leben vertrösten lassen. Unsere Eltern hatten noch die Perspektive, dass es die Kinder einmal besser haben sollen, doch selbst diese Aussicht kann kaum noch Strahlkraft entwickeln, denn weder die Alten noch die Jungen glauben solchen Versprechungen. So werden Paradiese kaum noch in eine ferne Zukunft projiziert, sondern ins Hier und Jetzt, ins Sofort.

Ein paar erste Duftmarken zum Höhenrausch 2020: Die Ursulinenkirche wird im Rundgang wieder über den Balkon eingebunden und gibt den Blick auf die Arbeit Return (2018) von Sheng Chien Hsiao frei. Duzende Vogelkästen zwitschern und verzweigen sich baumähnlich im Kirchenraum. Dieser Klangraum ist ein Ausflug in die paradiesischen Kindheitserinnerungen des Künstlers.

Das Linzer Künstlerkollektiv Time´s Up verwandelt die ehemaligen Klassenzimmer in eine dystopische Zukunftsszenerie. Die BesucherInnen finden sich im Jahr 2047 in der kleinen Küstenstadt Turnton, irgendwo in Europa wieder.

Das paradiesische an der Videoinstallation Queen (2005) von Candize Breitz liegt in der Art und Weise, wie sich die einzelnen Stimmen von 30 Fans zu einem Chor verbinden. Jeder Sänger offenbart eine tiefe, emotionale Verbindung zu den Texten, Rhythmen, Melodien und Harmonien von Madonna. Durch den Song verschmelzen die Fans in der Videowand zu einem symbiotischen Ganzen.

Der Kirchendachboden wird durch die eindrucksvolle Installation Worldprocessor von Ingo Günther erhellt. Eine Serie aus Leuchtgloben visualisiert verschiedene Daten. Die Themen reichen von politischen Konflikten sowie sozialen Fragen bis hin zur Natur.

Auch beim diesjährigen Höhenrausch sind über 30 internationale und nationale Topkünstler eingeladen. Es wird spannend – eben Höhenrausch-like!

www.hoehenrausch.at

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