Ideen? No have.

Der Umgang der Linzer Stadtpolitik mit dem Jahrmarktgelände ist zum Kopfschütteln. Für zwei Wochen Urfix-Halli-Galli wird eine 60.000 Quadratmeter große Fläche in bester zentraler Lage seit Jahren links liegen gelassen. Auf der westlichen Seite wurden zwar die Autos verbannt, mehr als eine „Gstett‘n“ haben die Verantwortlichen aber leider nicht hinbekommen. Die ÖVP-Forderungen nach einem parkähnlichen Charakter sind zwar löblich, aber mit dem immer wiederkehrenden Jahrmarkt schwer vereinbar.
Leute, wo bleibt die Fantasie? Warum gibt‘s kein Konzept zur ganzjährigen Nutzung? Es braucht keine großen baulichen Veränderungen, um diesen innerstädtische Platz urban zu nutzen. Etwa mit einem Gastro-Hüttendorf im Sommer, einer temporären Beachvolleyball-Anlage oder dem vielbemühten Citybeach, den man unkompliziert aufschütten und wieder entfernen könnte. Vielleicht noch mit einem angrenzenden Badeschiff wie in Wien? Wasser- bzw. Stromanschlüsse und WC-Anlagen wären bereits vorhanden. Auch eine Nutzung als dauerhafte Sommer-Open-Air-Location wäre denkbar. Die (Linzer) Burg Clam-Macher zeigen seit Jahren vor, wie man so eine Sommer-Konzert-serie organisiert. Oder warum keinen kleinen, feinen, ganzjährigen „Linzer Prater“ im westlichen Teil?
Der Ideen gäbe es viele. Leider scheitert es einmal mehr daran, dass sich Rot, Schwarz, Blau und Grün im gegenseitigen Neid auf die Ideen anderer aufreiben, statt gemeinsam ein Konzept zur ganzjährigen Nutzung auszuarbeiten.

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