Im Test: Bock auf Bockbier?

Zur Weihnachtszeit geht‘s – was Essen und trinken betrifft – recht deftig zu. Und bockig. Beinahe jede Brauerei braut zur kalten Jahreszeit sein eigenes Bockbier. Hoher Alkoholgehalt und die Würze sind die Merkmale dieser besonderen Bierspezialität, die es aber sowas von in sich hat. Wir haben uns der hochprozentigen Herausforderung relativ selbstlos – hicks! – gestellt.

Woher hat der Bock eigentlich seinen Namen? Darum ranken sich mehrere Geschichten und Mythen. Am besten gefallen hat uns die Story über den englischen Lords, dem das Münchner Bier zu leicht war – und dem zuliebe extra ein kräftiger Trunk gebraut wurde. Kaum hatte er davon gegurgelt, fiel er auch schon um. Auf die Frage was mit ihm geschehen sei, antwortete er: „Ein Bock hat mich gestoßen.“ Etwas realistischer ist wohl, dass das heutige Bockbier ursprünglich „Eimbeckisches Bier“ hieß und sich daraus in den Jahren der Begriff „Bock“ entwickelte.
Süß und sehr würzig präsentieren sich die heimischen Bockbiere zwischen fünf und zwölf Prozent Alkohol, deren Stammwürze über 16° liegt. Biere mit mehr als 18° Stammwürze werden auch Doppelbock genannt. Die Trinktemperatur wird zwischen 10° und 12° Celsius empfohlen. Na denn, werte trinkfeste Bierfreundinnen und Freunde: Prrrrrost!

SCHLÄGL DOPPELBOCK  8,3%
Das Starkbier der Stiftsbrauerei Schlägl präsentiert sich als Doppelbock mit 19° Stammwürze und knackigen 8,3 Prozent. Sehr harmonisch-rund im Geschmack – und das trotz des hohen Alkoholgehalts. Ein Starkbier mit ausgeprägter Hopfennote. Famos zu trinken und einer unserer Favoriten!
Wertung: 5 von 5 Rauschkugeln

Ehrlich, g'rade und direkt wie eine G'nackwatschn – das Eggenberger Urbock mit 9,9 Prozent Alkohol

Ehrlich, g’rade und direkt wie eine G’nackwatschn – das Eggenberger Urbock mit 9,9 Prozent Alkohol

EGGENBERG URBOCK 9,6%
Bei seiner Einführung 1970 war es das stärkste Bier Österreichs. 23° Stammwürze und der hohe Alkoholgehalt lassen eine starke Karamell-Malznote entstehen. Sehr süß und karamellig. Im Abgang intensivieren sich die Malzansätze nochmals. Erinnert irgendwie an Cognac. Ein guter Begleiter für kräftige Speisen. Trotz XL-Alkoholgehalt top!
Wertung: 5 von 5 Rauschkugeln

GRIESKIRCHNER WEIHNACHTS BOCK  7,1%
Bereits das gelungene Etikett lässt weihnachtliche Vorfreude aufkommen. Mit 16,2° Stammwürze gut in der Mitte. Intensive und würzig, jedoch erst im Abgang. Ideal auch für die weiblichen Biertrinker.  Passt sowohl zu Braten als auch zum final-letalen Nussdessert.
Wertung: 4 von 5 Rauschkugeln

FREISTÄDTER BLACK BOCK 7,1%
Mit 7,1% Vol. präsentiert sich der Freistädter Black Bock gut in der Mitte der Bockbiere. Den kastanienbraunen Black Bock gibt‘s nur in der 0,33l Flasche.
Dunkles Bier? Muss man mögen. Wer auf von Pilstrinkern despektierlich genanntes „Kaffeebier“ steht, hat aber seine Freude am Freistädter Black Bock. Der lange Flaschenhals hat auch einen weiteren Vorteil: Nach übermäßigem Genuss kann man sich daran gut festhalten, um nicht vom Stuhl zu kippen.
Wertung: 3 von 5 Rauschkugeln

Gehört zweifellos zu den Guten dieser Bierwelt: das Zipfer Stefanibock

Gehört zweifellos zu den Guten dieser Bierwelt: das Zipfer Stefanibock

ZIPFER STEFANI BOCK 7,1%
16,2° Stammwürze und mit intensiv goldgelber Farbe. Erhältlich als Josefi- oder Stefani Bock. Der Stefani Bock kommt erstaunlich leicht und locker rüber. Leicht süßliche Note, die sich aber spätestens im zweiten Schluck legt. Schön ist der hohe Gehalt an Kohlensäure… sehr prickelnd!
Wertung: 4 von 5 Rauschkugeln

KÜHLES BLONDES BOCK  7,6%
Nur bei Hofer erhältlich ist der Bock-Vertreter der Brauerei Ottakringer. Kommt in der 0,33l Flasche mit praktischen Drehverschluss. Klein aber fein und absolut nicht bockig. Erinnert trotz seines hohen Alkoholgehalts an ein normales Ottakringer. Leicht trinkbar und wenig Kohlensäure. Naja. Eher was für Wiener, hätte vielleicht lieber eine Limonade werden sollen.
Wertung: 2 von 5 Rauschkugeln

BAUMGARTNER BOCK 7,0%
Ein heller Bock im bekannten „Halbe“-Format mit 16,5° Stammwürze. „Der reife Hochgenuss“, so steht‘s zumindest am Etikett. Extrem trocken und herb ist er, der Baumgartner Bock. Von der üblichen Süße eines Bocks spürt kaum was.  Nur für die Männer-Welt zu empfehlen.
Wertung: 2 von 5 Rauschkugeln

STIEGLBOCK 7,0%
Mit 7,0% Vol. einer der leichteren Bockbiere. Reift drei Monate im Fass. Stammwürze 16,5° und in der 0,33l- sowie 0,5l-Flasche erhältlich. Bereits der Geruch erinnert beim Stieglbock an Weihnachten und Lebkuchen. Nussige Aromen und trotzdem nicht zu süß. Der gelungene Stieglbock kann was, ist leicht trinkbar.
Wertung: 4 von 5 Rauschkugeln

 

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