Linz bekommt bis 2021 einen weiteren Donaustrand

Es war ein langer Weg, aber jetzt wird‘s ernst mit dem Neubau der Eisenbahnbrücke. Noch heuer starten die ersten Bauarbeiten. Spannend sehen die Pläne für den Bereich der derzeitigen Manipulations-(Montage-)Fläche in Urfahr aus: Hier sollen bis zum Frühjahr 2021 Stiegen am Wasser und kleine Schhotterbuchten samt Strombuhnen entstehen.

„Donaustrand light“ in Urfahr
Nach Ende aller Bauarbeiten wird die 250×80 Meter große Manipulationsfläche in Urfahr rückgebaut. Spannend: Laut den Plänen der NSL (Neue Schienenachse Linz) sollen hier 13 Meter breite Betonstufen zum Verweilen am Wasser entstehen. Unterbrochen werden diese durch sechs Meter breite Kiesflächen mit Flachwasserzonen und Kurzbuhnen – das sind rechtwinklig zum Uferverlauf errichtete Dämme, die einige Meter weit in die Donau hineinreichen. Klingt sehr spannend – Linz bekommt damit auf 200 Meter Länge einen weiteren direkten Zugang zum Wasser.

Zwölf Bauphasen
Die Bauzeit der neuen Linzer Donaubrücke wird mit 30 Monaten angegeben, bereits Ende 2020 sollen die ersten Autos über die Donau rollen, die in Summe 69,735 Millionen Euro kosten wird. Das gesamte Projekt ist in zwöf Bauphasen unterteilt. Los geht‘s diesen Herbst mit Leitungsverlegungen auf der Urfahraner Seite, ehe die tatsächlichen Bauarbeiten im Frühjahr 2018 beginnen. Ende Juli startet die EU-weite Ausschreibung für die Brücke, im ersten Quartal des nächsten Jahres erfolgt die Vergabe.

Die neue Eisenbahnbrücke – hier noch als Rendering.

Die neue Eisenbahnbrücke – hier noch als Rendering.

2018: Abtragung und Neubau der Flusspfeiler
In der ersten Bauphase werden die letzten Brückenreste der alten Eisenbahnbrücke (Widerlager) in Urfahr sowie der nördliche Brückenpfeiler entfernt. Danach wird der erste, nördliche Vorlandpfeiler wird errichtet. Auch die neuen Flusspfeiler in der Donau werden bereits 2018 in Angriff genommen – zuerst der nördliche, dann der südliche.

Hochwassersicherer Zusammenbau
Der Bau der eigentlichen Brücke zuvor gestaltet sich ähnlich wie die Abtragung der alten Eisenbahnbrücke: Die jeweils 2.300 Tonnen schweren Bögen (jene der alten Eisenbahnbrücke wogen nur 780 Tonnen) werden auf der Manipulationsfläche in Urfahr zusammengebaut, danach mit einem Ponton „eingeschwommen“ und auf die Brückenpfeiler gestellt. Als erstes wird der nördliche, landseitige Teil montiert, dann folgen der mittlere und der südliche Bogen. Mit der Montage der Brücke wird allerdings erst 2019 begonnen. Interessant: Die Brückenbogen werden beim Zusammenbau in sechs Meter Höhe „aufgebockt“, um vor einem möglichen Hochwasser geschützt zu sein.

 

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