Linzer Grüne: Klares Nein zu geplanter Ostumfahrung durch Ebelsberg

Die Linzer Grünen fordern von Gemeinderat ein klares Bekenntnis gegen eine Ostumfahrung auf Linzer Stadtgebiet. Grund: Die Ostumfahrung durch Ebelsberg sei keine Umfahrung, der Gemeinderat solle sich vielmehr für die Umsetzung eines S-Bahn-Systems im Großraum Linz stark machen.

Klar gegen eine „Ostumfahrung“ auf Linzer Stadtgebiet sprechen sich die Grünen Linz aus und fordern ein klares Bekenntnis des Linzer Gemeinderats, sich gegen derartige Planungen auszusprechen. Zuletzt wurde eine Trassenvariante durch Ebelsberg angestrebt, wobei die Strecke vom Knoten Ebelsberg durch den Schiltenberg und entlang der Kaserne Ebelsberg führt. Im Bereich der voestalpine soll ein Anschluss an das Industriegebiet erfolgen, nördlich der Donau ist eine Anbindung an die B3 geplant.

Gerda Lenger, Klubobfrau der Grünen: „Geplant ist keine Umfahrung von Linz, sondern eine weitere mitten durch Linzer Stadtgebiet führende Autobahn. Das hätte eine unwiderbringliche Zerstörung des Schiltenbergwalds zur Folge. Darüber hinaus würde die bereits bestehende Verkehrsbelastung in Linz weiter angeheizt und dicht bewohnte Siedlungsgebiete würden massiv durch unzumutbaren Lärm- und Luftbelastungen beeinträchtigt werden. Auch das neu zu schaffende Wohngebiet auf dem Kasernenareal würde bereits im Vorfeld entwertet“.

Die Grünen Linz werden daher in der nächsten Gemeinderatssitzung per Antrag ein klares Bekenntnis gegen eine weitere Autobahn mitten durch Linz einfordern: „Linz braucht keine weitere Zunahme des Individualverkehrs, sondern eine Offensive im Öffentlichen Verkehr“, so Lenger. „Ich erwarte mir in der kommenden Gemeinderatssitzung daher ein klares Signal von allen Gemeinderatsfraktionen, sich gegen eine solche weitere unzumutbare Durchschneidung von Linz auszusprechen. Die Dauer-Kniefälle der ÖVP, SPÖ und auch FPÖ vor der Beton-Lobby müssen ein Ende haben“.

Darüber hinaus soll der Linzer Gemeinderat die OÖ. Landesregierung ersuchen, sich – auch im Sinne aller anderen Betroffenen –  für die Nullvariante auszusprechen und die vorliegenden Projekte des Öffentlichen Verkehrs in Linz sowie im Großraum Linz zur Umsetzung zu bringen: „Was wir brauchen, sind keine vorgestrigen Autobahnkonzepte, sondern eine S-Bahn-System in Verbindung mit Park&Ride“, so Lenger.

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