LINZFEST: Lieber nachdenken statt streichen.

Aus Einsparungsgründen vor dem Aus steht das traditionelle LINZFEST. 190.000 Euro sind dafür heuer nochmals im Stadtbudget reserviert. Enorm hohe Zuschüsse für stadteigene Kulturveranstaltungen werden jährlich kommentarlos durchgewunken, anstatt eine professionelle Sponsorensuche zu betreiben, um die Stadt hier aus der Pflicht zu nehmen. Muss es wirklich Aufgabe einer Kommune sein, solche großen Events selbst durchzuführen und zu finanzieren? Und wenn kein Geld mehr da ist, einfach alles zu streichen, statt andere Lösungen zu suchen?

Jeder private Veranstalter ist bei seinen Events auf Sponsoren angewiesen. Förderungen fließen – wenn überhaupt – nur in minimalen Summen. Beim Pflasterspektakel der Stadt Linz etwa stehen Ausgaben (Förderungen) von 250.000 Euro (Stand 2015) Sponsoreinnahmen von lediglich 26.000 Euro (!) gegenüber. Oft wird nicht mal der Versuch gemacht, Gelder anderswo zu lukrieren.

Eine Lösung wäre, die Events auszulagern und – gebunden an Pflichtvorgaben wie kostenloser Eintritt – an professionelle, externe Veranstalter zu übergeben – und gleichzeitig die Förderungen zu halbieren. Zweite Variante: die Installierung eines stadteigenen Kultur- und Sportmanagers, der sich professionell um die Abwicklung von Sport- und Kulturveranstaltungen kümmert – und auch Sponsoren an Land zieht. Aber man wählt lieber mal den ganz bequemen Weg. Linz zieht es lieber vor, erst gar nicht zu suchen, sondern das LINZFEST einfach zu streichen.

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