“Mit der Verpflichtung von Geoffrey Mutai haben wir Wien Stress gemacht”

Am 15. April steigt die bereits 17. Auflage des Linz Donau Marathons, nach Wien die größte Laufveranstaltung Österreichs. Heuer wird mit Geoffrey Mutai einer der schnellsten Männer der Welt in Linz am Start sein. (Bestzeit: 2:03:02). Seit der Erstauflage als Organisator und Rennchef beim Linz Donau Marathon mit dabei: Ewald Tröbinger. Wir kitzelten aus dem mehrfachen Ironman- und Marathonfinisher die aktuellen News zum Linzer Laufspektakel heraus.

Ewald Tröbinger, wie laufen die letzten Vorbereitungen für den heurigen Linz Marathon: Alles im Plan?
Die Vorbereitungen sind auf Hochtouren, nach beinahe 17 Jahren kommt mir natürlich die Routine und das Know-how entgegen. Also alles im Plan.

Immer wieder wird ein Abflauen des Laufbooms prophezeit. In Linz scheint aber nach wie vor das Gegenteil der Fall zu sein.
Der Erfolg des Linz Donau Marathons sind eine familiäre Atmosphäre, umfangreiches Service, ein begeistertes Publikum entlang der Strecke und ein passendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Daher ist bei uns von einem Abflauen des Laufbooms nicht zu bemerken.

"Mister Linz Marathon" Ewald Tröbinger läuft auch selber ziemlich viel und ziemlich weit.

“Mister Linz Marathon” Ewald Tröbinger läuft auch selber ziemlich viel und ziemlich weit.

Der Linz Donau Marathon steigt heuer zum bereits 17. Mal – genauso lang bist du schon als Renndirektor und Organisator mit dabei. Was war dein schönster Moment?
Die schnellste jemals in Österreich schnellste gelaufene Marathonzeit in Linz, erreicht 2007 von Alexander Kuzin in 2:07:33. Die Bestzeit gilt in Linz bis heute und Wien mühte sich fünf Jahre ab, diesen Rekord zu brechen.

… und dein schrecklichster?
…dass drei bis vier Eltern ihre Kinder beim Lauf über die Ziellinie schleifen.

Die Bauarbeiten auf der VOEST-Brücke sind bereits gestartet. Kann der Start des Marathons überhaupt ohne Beeinträchtigungen über die Bühne gehen?
Wir sind schon seit fast eineinhalb Jahren fest in die Bauverhandlungen eingebunden. Es wird von der Baufirma und der ASFINAG am 15. April, dem Renntag, alles bestens hergerichtet sein. Eine kleine Wende von der linken auf die rechte Fahrbahnseite in Urfahr wird am 25. März von AIMS-Vermesser Rainer Soos neu vermessen.

Auch 2019 und 2020 wird im Brückenbereich noch gebaut. Wie schaut es da aus?
2019 und 2020 wird uns die Bautätigkeit im Vergleich zu heuer fast nicht mehr betreffen. Diese finden dann laut Plan eher im hinteren Bereich Richtung Prinz-Eugen-Straße statt. Und so weit stehen die Teilnehmer des Linz Donau Marathons nicht zurück.

Wird es heuer Neuerungen geben – oder setzt der Linz Donau Marathon weiter auf Bewährtes?
Der Linz Donau Marathon ist nach 17 Jahren weitgehend „ausorganisiert“. Es wurde in den Jahren vieles verändert, ausprobiert und jetzt ist vieles optimal in trockenen Tüchern. Bewährtes sollte nicht verändert werden, wenn es gut angenommen wird.

Sind größere Streckenänderungen in Zukunft ein Thema? Etwa, wenn die Neue Eisenbahnbrücke und die Westring-Brücke eröffnet werden…
Nein, vorläufig einmal nicht.

2018 ist einer der schnellsten Marathonläufer der Welt in Linz am Start. Auch wenn man nix planen kann: Wie hoch sind Deine Erwartungen?
Vieles muss zusammenpassen an diesem Tag. Die körperliche Verfassung, die Tempomacher und natürlich auch das Wetter. Den Streckenrekord von 2:07:33 aus dem Jahr 2007 mit so einem Läufer anzugreifen, ist aber legitim.

Auch Wien hat jetzt mit dem Start eines Top-Mannes nachgelegt. Wie weit steckt da die Sorge dahinter, von Linz überflügelt zu werden?
Mit der Verpflichtung von Geoffrey Mutai, der in Boston eine Bestzeit von 2:03:02 gelaufen ist und auch schon in New York und Berlin gewonnen hat,  haben wir Wien scheinbar ,Stress’ gemacht. Gesunde Konkurrenz belebt die Szene und das Geschäft.

Werden wir in absehbarer Zeit irgendwo auf der Welt eine Marathonzeit von unter zwei Stunden erleben?
Davon bin ich überzeugt, wenn man sich die schnelle Entwicklung von 2:10 auf aktuell 2:02:57 anschaut.

Bezüglich Ausdauersport – speziell Marathon und Ironman – warst du persönlich schon bei jedem „Wahnsinn“ mit am Start. Gibt’s noch etwas, was dich persönlich reizen würde?
Nur mehr Marathonläufe in „Just for Fun“. In meinem Alter heißt es fit bleiben – Bestzeiten jagen überlasse ich den Jungen 😉

Du bist auch musikalisch wieder extrem aktiv. Mit Deiner Band „Superfeucht” lässt du alte Zeiten wieder aufleben. Wie ist die Resonanz unter den alten (und jungen) Fans?
Es ist eine wunderbare Sache, mit Superfeucht neu aufzuleben – wir gewinnen auch junges Publikum dazu, weil wir authentisch geblieben sind. Am Freitag, den 31. August, spielen wir mit OPUS am Linzer Pfarrplatz beim AUGE Sommer Open Air – und am Jahresende dann als Stimmungsmacher beim Silvesterlauf in Peuerbach.

www.linzmarathon.at
www.superfeucht.at

 

Titelbild: Linzmarathon /snapdox

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