LINZA Skigebiete Test #2: Skiarena Hochficht

Schon so mancher schüttelte ungläubig den Kopf, als er das erste Mal im Skigebiet am Hochficht seine Bogerl in den Schnee zauberte: Das Pisten- und Liftangebot kann sogar mit so manchem Alpen-Skiressort mithalten – und das in den sanften Hügeln des Böhmerwaldes – nur eine knappe Autostunde von Linz.

20 Pistenkilometer klingt für den Profi-Skiurlauber vielleicht erstmal nicht viel – aber die Abfahrten am Hochficht haben’s in sich: Die breiten Schneisen im Böhmwerwald lassen viel Platz zum Austoben – auch für den sportlich ambitionierten Skifahrer: Die längste Piste, die “Stierwiesenabfahrt”,  kommt mit ihren 3,4 Kilometern auf immerhin 410 Meter Höhenunterschied. Sechs Schlepplifte, eine Gondelbahn und drei Vierer-Sesselbahnen stehen in Summe zur Verfügung.
Der aus Bayern, Tschechien und Oberösterreich kommende Skifahrerstrom verteilt sich sehr gut aufs Gebiet, sodass auch in Stoßzeiten das Anstellen halbwegs erträglich ist. Up to date ist man in Sachen W-Lan, das im gesamten Areal gratis verfügbar ist (bei der Bergfahrt am Lift weist es aber leider ziemliche Löcher auf).

Nicht übel: das Lift- und Pistenangebot am Hochficht

Nicht übel: das Lift- und Pistenangebot am Hochficht

Preis-/Leistungsverhältnis top
Keine Frage: Skifahren ist ein teurer Spaß. Vergleicht man den Hochficht aber mit alpinen Skigebieten, passt das Preis-/Leistungs-Verhältnis – ganz abgesehen von der kurzen Anreise. Die Tageskarte (Hochsaison) kommt auf 40.- Euro.
Eine Wucht ist auch der Skiverleih bei der Talstation, der in einen gut ausgestatten Sportshop integriert ist und keine Wünsche offen lässt. Ab EUR 29.- kann man sich moderne Brettln für einen Tag ausleihen und erspart sich so die Schlepperei und die Angst um Kratzer. Wer zusätzlich Boots benötigt: kein Problem. Auch Schneeschuhe und Langlaufzeugs gibt’s hier zuhauf to rent.

Fabelhaft: der Fernblick über ganz Oberösterreich

Fabelhaft: der Fernblick über ganz Oberösterreich

Gastronomie ausbaufähig
Frischluft macht bekanntlich hungrig und durstig. Bei der Talstation gibt’s eine XL-Großküche, die (leider) biederen Standard serviert. Cool, dass es in der Gastronomie durchwegs das lokale Schlägler Bier gibt – leider fehlt dieser Lokalkolorit auf der Speisekarte völlig. Schade – warum keine Mühlviertler Schmankerln?
Einkehrtipp: das Gasthaus “Zum Überleben” bei der Bergstation der Holzschlaglifte. Die Hütte kann in Sachen Urigkeit mit so mancher Hittn im Salzburger Land locker mithalten.

PLUS
+ weniger als eine Autostunde von Linz
+ neue, familienfreundliche Gondelbahn
+ wunderschöne Naturlandschaft Böhmerwald
+ Personal sehr freundlich & hilfsbereit
+ Pistenangebot mit fast schon alpinem Charakter
+ Flächendeckende Kunstschneeanlage
+ Sehr schneesicher & übersichtlich
+ Kurze Wege zum Parkplatz und zwischen den Liften
+ Sehr kinderfreundlich
+ Relativ günstig

MINUS
– Bei viel Betrieb lange Wege zum Parken
– Gastro-Angebot tw. mit Großküchen-Qualität
– nur eine kurze schwarze Piste

www.hochficht.at

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