Die Linzer Faschingsnarren haben noch bis 2019 Pause

Am 11. November beginnt der Fasching, aber wir Linzer gehen anscheinend wirklich zum Lachen in den Keller: In den letzten 25 Jahren stiegen in der City gerade mal drei (!) Faschingsumzüge: 1993, 2009 und 2014. Und der nächste ist erst für 2019 geplant. Schuld daran seien u.a. die mittlerweile enormen Auflagen, das liebe Geld und der Zeitaufwand, sagt der Präsident der Ebelsberger Faschingsgilde, Wolfgang Harrer.

Bis 2008 gab es einen regelmäßigen Faschingsumzug von Ebelsberg nach Kleinmünchen, ehe dieser im Kulturhauptstadtjahr 2009 in die Innenstadt verlegt wurde – der erste City-Faschingsumzug nach endlosen 17 Jahren war perfekt. Die Pläne der Stadt waren nach dem Erfolg hochtrabend, alle zwei Jahre sollte der Umzug fortan stattfinden. Danach kehrte aber Ruhe ein, stieg der nächste Umzug erst 2014. Über 20 Faschingsgruppen mit 400 Narren waren damals mit dabei. Der Zuspruch war enorm, die Gesamtkoordination des Faschingsumzugs erfolgte durch die Stadt Linz, die überschaubaren Kosten von 6.600 Euro übernahm die Stadt.

Präsident Wolfgang harrer

Der Präsident der Ebelsberger Faschingsgilde, Wolfgang Harrer

Linzer Faschingsgilde fehlt als treibende Kraft
Leider fehlt seitdem seitens der Stadt das Engagement als treibende Kraft, hier mehr Aktivitäten zu entwickeln. Zudem gibt es in der Linzer Innenstadt keine Faschingsgilde, die sich hier engagieren würde. Der Ebelsberger Faschingsgilde – die 2014 federführend mit dabei war – fehlen als ehrenamtlicher Verein Ressourcen, Mittel und Finanzen, einen regelmäßigen Umzug alleine stemmen zu können. Zudem würden die Auflagen immer umfangreicher.

Auch andere Gilden tendieren aus denselben Gründen zu immer längeren Zeitabständen mit ihren Umzügen”, weiß Präsident Wolfang Harrer. Den Vorwurf, dass die Linzer sowieso alle nur in den Kellern zum Lachen gingen, entkräftet er aber: “Wenn was veranstaltet wird, sind die Linzer mit dabei, das hat man 2009 und 2014 gesehen, als tausende Zuschauer die Landstraße säumten.” Den Beweis, dass zum lachen keinerlei Keller vonnöten ist, können die Linzer allerdings leider erst in zwei Jahren – 2019 – antreten…

 

 

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