Mega-Skischaukel: Linz wird zum größten Skigebiet Oberösterreichs

Die Finanzierung für die neue Linzer Stadtseilbahn wackelt. Weit besser sieht es mit einem anderen Liftprojekt aus: Das Linzer Ski-Mekka in Kirchschlag will vom Seilbahn-Boom profitieren und großzügig ausbauen. Geplant sind 16 neue Skilifte inklusive einer Achterjet-Gondelbahn direkt zum Hauptplatz – ÖSV-Boss und Großinvestor Peter Schröcksnadel (105) macht’s möglich. Unsere verQUERt-Redaktion hat die exklusive Exklusiv-Story dazu…

“Mit unseren drei Schleppliften sind wir nicht mehr konkurrenzfähig. Alle haben ausgebaut, nur wir nicht”, sehen die Betreiber der Kirchschlager Lifte dringenden Handlungsbedarf. Nur zu verständlich: Am Kasberg, in Gosau und auf der Höss flossen Millionen in den Ausbau, in Kirchschlag wurden in den letzten drei Jahren lediglich 47 Euro investiert (Austausch eines defekten Schleppliftbügels und Ankauf von Skimützen für die drei Liftwarte). Seitens des Landes Oberösterreich schließt man sich dieser Argumentation an, es gibt auch bereits eine fixe Finanzierungszusage.

Konzept “BLUE DANUBE SCHRÖCKSI SKIARENA”
Auch ÖSV-Präsident Schröcksnadel sieht enormes Potenzial für die geplante Skiarena nördlich von Linz und steigt mit einer Beteiligung ein. Die ehrgeizigen Ausbaupläne sehen den Bau einer Achtergondelbahn von der bestehenden Schlepplift-Bergstation in der Glasau direkt auf den Linzer Hauptplatz vor. Die dazugehörige Abfahrt wäre mit ihren 22 Kilometern (inkl. unbedeutender Gegenanstiege) die längste Skiabfahrt der Ostalpen. St. Magdalena wird mit einem Doppel-Sessellift, dem “SWAP-Express”, ebenfalls in die Skischaukel eingebunden. “Nach Kulturhauptstadt jetzt auch noch Skihauptstadt – das wäre der touristische Oberhammer”, sieht auch der innovationsfreudige Tourismusdirektor Georg Steiner enormes Potenzial schlummern.

Gewaltig & beeindruckend: die Dimensionen der neuen Linzer Skischaukel

Gewaltig: die Dimensionen der neuen Linzer “Blue Danube Skiarena” in Kirchschlag

 Zusammenschluss mit Sternstein und Hochficht
Der eigentliche Hit ist aber der Zusammenschluss mit der Skiarena am Hochficht. Aus Kostengründen ist jedoch lediglich ein 65km langer Tunnel-Schlepplift über Gramastetten und Rohrbach geplant. Auch der Sternstein soll mit einem Schlepper in die neue Mega-Skischaukel integriert werden.
Zu Fall bringen kann das ambitionierte Projekt jetzt nur noch die Umweltverträglichkeitsprüfung: Im Wald bei Hellmonsödt wurde eine schützenswerte Population an Häuslbauern gefunden, die gegebenenfalls umgesiedelt werden müsste.

 

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