Stadionkritiker befürchtet “PlusCity-Effekt” durch LASK-Arena in Pichling

Standort-Kritiker Lorenz Potocnik meldet sich wieder in Sachen LASK-Arena zu Wort: “Ein LASK-Stadion in Pichling würde für die Innenstadt einen ‚PlusCity-Effekt‘ erzeugen. Es hat am Stadtrand null Umwegrentabilität für Linz. Dieser wichtige Aspekt muss unbedingt in die Standortplanung mit einfließen.”

Keine Frage: Die Linzer Innenstadt geriet zuletzt vermehrt in die Negativ-Schlagzeilen – es gibt immer mehr Leerstand und schwindende Umsätze. Linz steht mit diesem Problem nicht alleine da – auch in Wien oder Graz gibt es eine ähnliche Entwicklung. Die Gründe: Online-Shopping, aber auch die immer weiter wachsenden Shoppingcenter am Stadtrand. NEOS-Gemeinderat Lorenz Potocnik glaubt, dass auch eine LASK-Arena am Stadtrand weitere Kaufkraftabflüsse nach sich ziehen würde: “Umwegrentabilität gäbe es dann keine mehr. Es liegt auf der Hand, dass die neue Arena in Pichling auch eine Vielzahl von Events gezielt aus der Stadt abziehen wird.“ Hart ins Gericht geht Potocnik in einer Presseaussendung auch mit der Politik der Stadt Linz: “Die Stadtpolitik steht dem Niedergang der innerstädtischen Einkaufsstraßen und dem Wirtesterben in der City ratlos gegenüber. Gleichzeitig unterstützt sie jedoch diesen Niedergang mit genau solchen kontraproduktiven Projekten.”

LASK-Arena in Pichling soll bis 2022 stehen
Nicht nur aufgrund des sportlichen Höhenflugs hat das LASK-Stadionprojekt in Pichling aber auch sehr viele Befürworter. Bereits 2022 soll in der neuen 19.500-Zuschauer-Arena im Linzer Süden um Bundesligapunkte gefightet werden – ein knapper Zeitplan, der aber durchaus realistisch erscheint. Geht es nach Potocnik, sollen jedoch alle Planungen zurück an den Start: “Ich fordere eine breite Standortdiskussion, die auch den wichtigen Aspekt der Umwegrentabilität mit einfließen lässt.”

 

Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Share on LinkedInPin on PinterestEmail this to someone
Zur Kategorie-Übersicht