Aschermittwoch: Let there be Fisch!

Irgendwie ist die Sache mit dem Aschermittwoch und dem Fasten aus den Fugen geraten – zumindest, wenn man die diversen lukullischen Angebote der Linzer Gastronomie anschaut. Wir haben uns mal umgehört und einige gastronomische Hotspots für den Aschermittwoch ausgemacht. Let there be Fisch!

Jaja, schon klar: Zum Aschermittwoch und der nachfolgenden 40-tägigen Fastenzeit soll auf Alkohol und Fleisch verzichtet werden. Der Hering galt lange als Arme-Leute-Essen und kam darum auch dem Gedanken des Verzichts entgegen. Doch von Fasten und Verzicht ist heute keine Spur mehr – zumindest, wenn es um den Aschermittwoch geht. Grundsätzlich passt das mit dem Hering aber ganz gut: Der saure Fisch entschlackt den Körper nach so manchem übermäßigen (Alkohol-)Genuss im Fasching – so weit die hehre Grundidee.

Netter Gedanke, aber bitte erst ab Donerstag: Fasten und Verzichten.

Netter Gedanke, aber bitte erst ab Donnerstag: Fasten und Verzichten.

Best of Fisch im JOSEF
Die “Mutter aller Heringsschmäuse” steigt diesen Mittwoch im JOSEF an der Linzer Landstraße: Beim Hamburger Fischmarkt wird alles aufgehfahren, was in der Fastenzeit (gerade noch) erlaubt ist. Ein üppigeres Fischbuffet als hier findet man in ganz Linz nicht. Es gibt zwei “Sitzungen”: Mittags den Fisch-Mittagsbrunch von 10-16 Uhr um 28 Euro/Person. Und abends das famose Fischmarkt-Buffet (17-23 Uhr, 45,-/Person) mit dem eindeutigen Beweis: Fasten kann Sünde sein. Don’t forget: Reservieren unter 0732/773165

Frau trifft Fisch in der Stadtliebe
Eigentlich ist er ja ein Hund, dieser Aschermittwoch. Warum? Na weil er diesmal mit dem Valentinstag zusammenfällt. Die beiden Fs – Fisch und Frau – müssen einander aber nicht ausschließen. Bester Beweis: die STADTLIEBE an der Landstraße, wo zum famosen Valentinsdinner gebeten wird. Die Hauptrolle spielen dabei u.a. zweierlei Kaviar, ein hausgebeiztes Saiblingsfilet, Garnelenröllchen, Main Lobster und vieles mehr. Das Valentinsdinner gibt’s um smarte 49 Euro pro Person – inkl. Welcomedrink und einer Liebespraline für die Dame (Reservieren unter www.stadtliebe.at).

Wia z’haus Lehner: “Iss so viel du willst!”
Das Wia z’haus Lehner setzt auf urige Gastlichkeit und kulinarische Höhenflüge. Beim “Iss so viel du willst”-Heringsschmaus warten ein großes Vorspeisenbuffet  und drei Gänge, die serviert werden. Nachbestellen geht so oft man will – und das um nur 47,90 Euro. (Reservieren: 0732/730510).

Liest sich gut und schmeckt noch viel besser: die PIANINO-Wohenkarte

Liest sich gut und schmeckt noch viel besser: die PIANINO-Wohenkarte

LOVE MENÜ im paul’s
Zum “postmodernen Love Menü im Kerzenschein” bittet das paul’s am Domplatz – mit sechs Gängen  (59.-/p.P.) und auf Wunsch mit Weinbegleitung (25.-/p.P.). Und Paul himself fragt: “Bist du bereit für ein unvergessliches Date? Dann meldet euch telefonisch unter 0732 783338 oder per Mail an office@pauls-linz.at!”

Weitere Heringsschmäuse bzw. Valentinstags-Aktionen in Linz (Auswahl):
PIANINO am Taubenmarkt – spannende Wochenkarte mit Schwerpunkt Fisch, www.pianino.at
Arcotel Linz  – 64 Euro, Reservierungen unter 0732/7626 1416
Schiefer Apfelbaum – gemischte Fischplatte um 15,90 Euro, www.schieferapfelbaum.at
Restaurant Fesch im Marriott – Valentinstags-Dinner for 2, 6-Gänge-Menü inkl. Getränkebegleitung um 109.-, www.fesch.cc

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Who is: Aschermittwoch
Seit der Spätantike mussten im Christentum Menschen, denen eine Kirchenbuße auferlegt wurde, am Anfang der Fastenzeit ein Bußgewand anziehen, und sie wurden mit Asche bestreut. In der Kirche Galliens wurden sie – in Anlehnung an die Vertreibung Adams und Evas aus dem Paradies – aus der Kirche vertrieben. Am Gründonnerstag wurden sie wieder zum Empfang der Kommunion zugelassen. Während dieser Brauch um das Ende des 10. Jahrhunderts verlorenging, setzte sich die Aschenbestreuung aller Gläubigen durch, nachdem zunächst einzelne aus Solidarität mit den Büßern sie auf sich genommen hatten. Das erste Gebet zur Aschensegnung stammt aus dem 11. Jahrhundert, die Vorschrift, für die Gewinnung der Asche die Palmzweige des Vorjahres zu verwenden, stammt aus dem 12. Jahrhundert. Auf der Synode von Benevent (1091) empfahl Papst Urban II. den Brauch der Aschenbestreuung für die ganzen Kirche.

Das Aschenkreuz wurde ursprünglich bei Männern auf das Haupt gestreut und bei Frauen auf die Stirn gezeichnet. Heute sind beide Formen unabhängig vom Geschlecht üblich. Mit diesem Ritual soll der Mensch an seine Vergänglichkeit erinnert und zur Umkehr (griechisch μετάνοια metánoia, wörtlich etwa „Umdenken, Sinnesänderung, Umkehr des Denkens“) aufgerufen werden.
Der Aschermittwoch stellt zugleich auch das Ende der Fastnachtszeit dar. In der Bibel wird der „fleischlich“ gesinnte dem geistlich gesinnten Menschen entgegengestellt. Der auch symbolisch durch Fasten vollzogene Abschied vom Fleisch in der Fastenzeit soll helfen, sich auf das geistliche Leben und somit auf Gott zu besinnen. In der katholischen Kirche ist der Aschermittwoch ein strenger Fasten- und Abstinenztag.

Quelle: Wikipedia

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