Jetzt soll der Volksanwalt den Linzer Grüngürtel am Freinberg retten

Weiter für Diskussionen sorgt die Privatschule des Schulvereins Kollegium Aloisianum, der einen wuchtigen Zubau an der beliebten Flaniermeile des Freinbergs errichtete. Finanziert werden soll ein Teil des 19-Millionen-Projekts durch die Verbauung eines Grundstückes im Grüngürtel: Dort, wo sich jetzt ein Park mit Minigolfplatz befindet, sollen Luxus- und Anlegerwohnungen entstehen. “Wir werden sicher nicht zusehen, wie unsere Politiker einerseits von Klimaschutz und dem Pflanzen von Bäumen sprechen und im selben Atemzug den Grüngürtel am Freinberg mit Luxuswohnungen zubetonieren”, sagt Renate Ortner, Sprecherin der Initiative “Grüngürtel schützen, jetzt!” Nun wurde auch Volksanwalt Werner Amon eingeschaltet.

Von Ex-Generaldirektor der Linz AG, Alois Froschauer, als Trägervereinsmitglied des Aloisianums werde laut Ortner versucht, gemeinsam mit der Stadt Linz das Projekt durch alle politischen Gremien zu boxen. Dazu wurde die Bebauungsdichte von 0,75 auf 0,6 etwas reduziert. “Dieser Schritt ist offensichtlich nur altbewährte Salamitaktik. Dieses scheibchenweise “Nachlassen” soll vermutlich vom eigentlichen Skandal der willkürlichen Umwidmung ablenken und die – für den intakten und wertvollen Grüngürtel engagierten – Bürger schlicht und einfach für blöde verkaufen”, so ein Anrainer, der anonym bleiben will. “Hier geht es nicht um eine etwas mehr oder weniger hohe Dichte, hier geht es darum, dass auf privaten Wunsch Grün- zu Bauland gewidmet werden soll, um für das Aloisianum mehrere Millionen Euro Widmungsgewinn lukrieren zu können. In Zeiten der Klimakrise, der städtischen Erhitzung und der wichtigen Naherholungsgebiete sei dies “eine Skrupellosigkeit einiger einflussreicher Herren und nicht mehr nachvollziehbar.“

Das 5.000m2 große Areal, auf dem sich derzeit ein Minigolfplatz befindet, soll mit Luxuswohnungen verbaut werden.

Das 5.000m2 große Areal, auf dem sich derzeit ein Minigolfplatz befindet, soll mit Luxuswohnungen verbaut werden.

Die Angelegenheit nun vom Volksanwalt Werner Amon geprüft. Im Falle einer Gesetzeswidrigkeit könnte der Volksanwalt sogar beim Verfassungsgericht Klage einbringen. Ob das tatsächlich nötig ist, wird sich in den nächsten Wochen herausstellen. An Zuge ist bald der Linzer Gemeinderat. Dort muss das im Grüngürtel befindliche Grundstück in ballend umgewidmet werden. Bürgermeister Klaus Luger hat sich erst kürzlich zum Erhalt des Grüngürtels bekannt  umso spannender wird das Abstimmungsverhalten seiner SPÖ-Fraktion sein.

Weitere Infos: 

www.facebook.com/linz.gruenguertel

www.kollegiumaloisianum.at

 

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