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Ostumfahrung: „Alternativlose Variante“

9. Januar 2024
in Linz, Politik
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2022 nutzten rund 3,6 Mio. LKW den Grenzübergang Suben – fast 10.000 LKW pro Tag. Viele davon werden bald die Route über die Mühlkreisautobahn nehmen, weil diese Verbindung auf tschechischer Seite der Fertigstellung entgegenstrebt. Um den Verkehrskollaps auf der Stadtautobahn abzuwenden, ziehen die Stadt- und Landesorganisationen der FPÖ für die Linzer Ostumfahrung auf einer stadtnahen Trasse nun noch stärker an einem Strang. „Diese Variante bringt die größte Entlastung für Linz und ist alternativlos“ , sagt Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner. 

Durch den ständigen Baufortschritt in Tschechien sind Verlagerungseffekte ein realistisches Zukunftsszenario, bis 2030 soll der komplette Ausbau in Tschechien fertig sein. Auf österreichischer Seite ist der Weiterausbau der Mühlviertler Schnellstraße von Freistadt in Richtung Rainbach im heurigen Oktober geplant. Danach fehlen noch rund 5 Kilometer auf oberösterreichischem Terrain zum länderübergreifenden Lückenschluss.

Stadt- und Landesorganisationen der FPÖ ziehen für die Linzer Ostumfahrung auf einer stadtnahen Trasse an einem Strang.

Unstrittig ist, dass die Verkehrssituation in und rund um Linz bereits jetzt an der Belastungsgrenze angekommen ist. Selbst kleine Unfälle führen regelmäßig zum Verkehrsinfarkt. Eine verkehrliche Entlastung ist daher unbedingt erforderlich. Durch den geplanten Autobahnausbau in Tschechien ergibt sich ein verbesserter und fast durchgängiger Verbindungskorridor zwischen Berlin-Dresden-Prag-Linz. Um eine Entlastung der A7 im Linzer Stadtgebiet gewährleisten zu können, ist die Linzer Osttangente als leistungsfähige Nord-Süd-Verbindung essenziell.

„Vor allem Linz wäre der große Sieger der stadtnahen Trasse der Ostumfahrung.“

Die wesentlichen verkehrlichen Ziele der Osttangente Linz sind u.a. die Verbesserung der Nord-Süd-Achse zwischen Oberösterreich und Tschechien, die Verbesserung der Durchgängigkeit des Großraums Linz in Nord-Südrichtung für den überregionalen Verkehr, die Verlagerung des Durchzugsverkehrs von Linz (besonders des LKW-Verkehrs) von der A7 auf die neue Achse, die Entlastung der A7 (Bereich Stadtdurchfahrt Linz) sowie die Reduzierung der Stauzeiten und damit Emissionen in Linz.

Übersicht über die mögl. Trassenführungen der Ostumfahrung. Die größten Vorteile ergeben sich aus der stadtnahen Trasse, so Steinkellner.

Im Rahmen von zehn Regionalkonferenzen wurden unterschiedliche Trassenvarianten analysiert. Als Vorzugsvariante wurde die stadtnahe Trasse über den Knoten Treffling, Steyregg und Ebelsberg ermittelt. Diese bringt den voraussichtlich geringsten Umwelteingriff mit sich und gleichzeitig die größte Erfüllung der angestrebten Verkehrsziele. „Die Variante weist zudem  die höchste Verlagerung des Durchgangsverkehrs in Linz auf und kann damit wesentlich zur verkehrsmäßigen Entlastung beitragen. Jede weitere Verlagerung in Richtung Osten würde geringe Umleitungseffekte erzielen“, sagt Infrastruktur-Landesrat Günter Steinkellner. 

Wichtig wird sein, nun die Kritiker und die Bürger noch stärker von den vielen Vorteilen der stadtnahen Trasse durch den Linzer Süden zu überzeugen: „Das alles mit größtmöglichem Anrainerschutz. Denn eines wurde bei der Variantenprüfung sehr schnell klar: Vor allem Linz wäre der große Sieger“, so Steinkellner. 

Die Zeit drängt jedenfalls, denn spätestens ab 2030 wird der Transitverkehr durch den Ausbau in Tschechien gerade durch Linz enorm zunehmen. Läuft alles optimal, wäre mit fünf bis sechs Jahren Detailplanung und weiteren sechs Jahren Bauzeit zu rechnen. Und in Richtung der grünen „Verhinderer“ sagt Steinkellner: „Dort wird sehr gerne vergessen, dass auch die E-Mobilität der Zukunft leistungsfähige Straßen benötigen wird.“

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