• 🚉 DER TUNNEL IST DA – ABER KEINER DARF DURCH! 🤦‍♂️
Eigentlich kaum zu glauben: Wer von der Unionstraße, dem Makartviertel und den anderen dortigen Wohngegenden zum Linzer Hauptbahnhof will, muss zu Fuß oder mit dem Rad einen Umweg von fast zwei Kilometern in Kauf nehmen. Die Gleise machen den Hauptbahnhof Richtung Süden praktisch zur Sackgasse.
Dabei wäre die Lösung schon fast da: Der Personentunnel unter den Bahnsteigen führt weiter unter das ÖBB-Betriebsgelände – ist dort aber nicht öffentlich zugänglich. 🚧
👉 "Tunnel aufmachen, einen direkten Zugang Richtung Unionstraße schaffen – und aus einem kilometerlangen Umweg werden plötzlich wenige Minuten", sagt Linzplus, die Gemeidnerats-Fraktion brachte Idee bereits vor zwei Jahren ins Spiel. 
🚨Und das Thema wird noch brisanter: Genau auf dieser Seite des Bahnhofs soll in den kommenden Jahren ein neuer Stadtteil mit Wohnungen, Büros, Hotel, Gastro und dem neuen „Wiener Platz“ entstehen.

👉 www.linza.at/bahnhoftunnel/
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Sintstraße: Sozialer Wohnbau muss Eigentumswohnungen weichen

14. April 2021
in Linz, Politik
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Tabula rasa im bislang denkmalgeschützten Arbeiterviertel Sintstraße: Von 18 Häusern werden sieben abgerissen. Die vom legendären Stadtbaudirektor Curt Kühne von 1927-1931 erbaute Hafenarbeiter-Siedlung hätte enormes Potenzial – jetzt wird das Gelände von der GWG maximal verwertet.

Auf zwei Drittel der Fläche sollen gehobene Eigentumswohnungen statt dem bisher hier angesiedelten leistbaren sozialen Wohnraum entstehen. Die Frage bleibt: Was hat das mit dem ursprünglichen Sinn von Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaften zu tun? Und wie war das nochmals mit sozialer Musterstadt?

Eigentumswohnungen statt sozial leistbarer Wohnungen sollen großteils in der Sintstraße im Hafen entstehen.

Naheliegendes Ziel im Sinne der Stadt und ihrer wachsenden Bevölkerung bzw. dem Verlust der „Mittelschicht“ an den Speckgürtel, wäre eine Wohnsiedlung für junge Familien gewesen. Die Lage im aufstrebenden Hafenviertel und die Durchgrünung mit altem, mächtigen Baumbestand wären prädestiniert dafür gewesen. Linz und die von Bürgermeister Klaus Luger geführte GWG entschieden sich anders – und vergeben damit eine große Chance. Erst wurde einfach an den Hächstbieter verkauft – und jetzt als zweiter Akt wird das Areal ohne Vorgaben nochmal zu Geld gemacht. 

Lorenz Potocnik vor einem der historischen Häuser in der Sintstraße, die abgerissen werden sollen.

Aufgedeckt hat die Sache der Linzer Stadtentwickler und Gemeinderat Lorenz Potocnik: „„Es ist von der GWG und damit der Stadt Linz ein fatales Zeichen, das ausgesendet wird: „Aus einer Arbeitersiedlung, in der bis vor kurzem noch billiger Wohnraum zur Verfügung gestellt wurde, werden großteils teure Eigentumswohnungen und Anlageobjekte.“
Das Schicksal des 18 Häuser umfassenden, denkmalgeschützten Wohnensembles war ein jahrzehntelanger Kampf, Ideen und kompetente Interessenten hätte es genug gegeben, aber Bürgermeister Klaus Luger (GWG!) und das Profitdenken scheinen sich wieder einmal durchzusetzen, so Lorenz Potocnik.

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