Neue Donaubrücke mit “Aussichtsbalkonen” und Schotterbuchten

Der Neubau der Eisenbahnbrücke ist angelaufen. Spannend sehen die Pläne für den Bereich der derzeitigen Montage-Fläche in Urfahr aus: Hier sollen bis zum Frühjahr 2021 Stiegen am Wasser, kleine Schotterbuchten und Strombuhnen entstehen – und somit der von vielen Anwohnern ersehnte Zugang zum Wasser. Auf der Brücke selbst soll es ebenfalls Platz zum Verweilen geben – mit 30 Meter breiten “Aussichtsbalkonen” und Sitzgelegenheiten.

Donaustrand und Verweilzonen
Mit Abschluss der Bauarbeiten wird die 250×80 Meter große Manipulationsfläche in Urfahr rückgebaut. Dabei sollen hier 13 Meter breite Betonstufen zum Verweilen am Wasser entstehen. Unterbrochen werden diese durch sechs Meter breite Kiesflächen mit Flachwasserzonen und Kurzbuhnen – das sind rechtwinklig zum Uferverlauf errichtete Dämme, die einige Meter weit in die Donau hineinreichen. Linz bekommt damit auf 200 Meter Länge einen weiteren direkten Zugang zum Wasser. Auch auf der Brücke selbst wird es Extras geben: 30 Meter breite und 1,30 Meter tiefe “Aussichtsbalkone” mit Sitzgelegenheiten bringen einen zusätzlichen Mehrwert.

Die geplante Ufergestaltung in Urfahr ermöglicht einen Wasserzugang zur Donau.

Die geplante Ufergestaltung in Urfahr ermöglicht einen Wasserzugang zur Donau.

Busse statt Straßenbahn, 2,50 Meter breite Radwege
Am zukünftigen Gleiskörper werden zumindest bis 2030 noch keine Straßenbahnen, sondern Busse rollen. Auf der Urfahrahner Seite werden diese durch eine Ampelregelung wieder in den Fleißenden Verkehr integriert, in Linz rollen die Busse auf der zukünftigen Gleistrasse Richtung Parkbad. Top: die extrem breiten Gehwege (zwei Meter) und Radwege (2,50 Meter) auf jeder Brückenseite.

Der 32 Meter breite Querschnitt der Neuen Donaubrücke Linz

Der 32 Meter breite Querschnitt der Neuen Donaubrücke Linz.

Es geht los!
Die Bauzeit der neuen Linzer Donaubrücke wird mit 30 Monaten angegeben, bereits Ende 2020 sollen die ersten Autos über die Donau rollen, die in Summe 58 Millionen Euro (netto) kosten wird. Für die Stahlteile – die übrigens alle “Made by voestalpine Linz” sind und in MCE-Werken in Ungarn und der Slowakei gefertigt werden – werden 34 Millionen ausgegeben, die restlichen 24 Millionen entfallen auf Ingenieursarbeiten.

2018: Abtragung Flusspfeiler, Neubau Vorlandpfeiler
In der ersten Bauphase werden die letzten Brückenreste der alten Eisenbahnbrücke (Widerlager) in Urfahr entfernt. Danach wird der erste, nördliche Vorlandpfeiler und das nördliche Widerlegen errichtet. Der nördliche Flusspfeiler in der Donau wird bis Frühjahr 2019 fertiggestellt. Diese werden dabei fünf Meter in den Grund der hier acht Meter tiefen Donau getrieben.

2019: Montage erster Bogen
Im kommenden Jahr wird der erste der drei Brückenbögen (Gewicht: je 2.500 Tonnen) zusammengebaut und auf den Vorlandpfeiler montiert, zusätzlich werden der südliche Flusspfeiler und das Brückenwiderlager auf Linzer Seite errichtet.

Die Neue Donaubrücke bei Nacht.

Die Neue Donaubrücke bei Nacht.

2020: Endspurt
Im übernächsten Jahr schließlich erfolgt die Montage und das Einschwimmen der restliche beiden Bögen. Die Brückenbogen werden beim Zusammenbau in sechs Meter Höhe „aufgebockt“, um vor einem möglichen Hochwasser geschützt zu sein. Danach werden Fahrbahnen und Straßenanschlüsse fertiggestellt, die ersten Autos sollen im Oktober 2020 über die Donau rollen. Die Manipulationsfläche in Urfahr wird dann bis Ende 2020 rückgebaut, die Bepflanzung erfolgt allerdings erst im Frühjahr 2021.

 

 

 

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