Streit um Nebenkosten bei Abriss und Neubau von XL-Wohnanlage im Franckviertel

Die rund 500 Wohnungen der Wohnanlage Wimhölzel-Hinterland im Franckviertel werden nach einem Beschluss der GWG und einem anschließenden kooperativem Planungsverfahren einem Neubau weichen. Jetzt gibt es einen Aufschrei von NEOS-Fraktionsobmann Lorenz Potocnik. Grund: die Zusatzkosten von etwa sieben Millionen Euro. Der Zuschuss-Anteil der Stadt Linz hat sich dabei von 600.000 auf 1,2 Millionen verdoppelt.

Potocnik forderte damals eine einfache Sanierung des geschichtsträchtigen Areals im Herzen des Franckviertels: “Das wäre nicht nur am günstigsten, sondern für das soziale Gefüge auch das Beste gewesen. Von Anfang an und habe ich vor zusätzliche Kosten in Höhe von mindestens vier Millionen Euro gewarnt.“ Er blieb aber ungehört, so Potocnik: “Die Luger-Partei SPÖ meinte damals, man könne die Zahlen nicht nachvollziehen, die Grünen haben sich  über meine Prognose damals sogar richtiggehend lustig gemacht. Mittlerweile halten wir  nicht bei vier, sondern bei sieben Millionen Nebenkosten – und da wurde noch keine einzige neue Wohnung errichtet.“

“Kostensteigerung um 100 Prozent”
Jetzt kommt auch auf die Stadt eine enorme Kostenlawine zu, so Potocnik: “Linz wird nicht die angekündigten 600.000, sondern 1,2 Millionen Euro zuschießen. Das sind um 100 Prozent mehr.“ Der Abriss führe zudem dazu, dass rund 500 Sozialwohnungen im untersten Preissegment für immer verloren sind. Potocnik: “Eine schlaue Sanierung – wie bei einem über 80 Jahre alten Bauwerk eigentlich selbstverständlich – wurde unter fadenscheinigen Gründen und auf die Aussicht auf höhere Mieteinnahmen nicht eine Sekunde ernsthaft in Betracht gezogen. Ein Riesenfehler. Statt 250 Euro zahlen die Menschen zukünftig 500 Euro oder mehr an Miete.“

 

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