“Hol dir, was dir zusteht”: So geht’s!

Kanzler Christian Kern bringt es mit seinem Slogan “Hol’ dir, was dir zusteht”, auf den Punkt: Die Reichen werden immer reicher, während die Armen weiter im Elend darben. Es ist höchst an der Zeit, endlich zurückzuschlagen: Sich das holen, was einem zusteht, geht im Alltag leichter, als man denkt. Hier ein paar sehr effektive, hochseriöse Vorschläge unserer verQUERt-Satireredaktion, um den Robin Hood in dir zu satisfaktionieren:

Snacks zum Nulltarif
Wie wär’s mit ein paar Brötchen, Kuchen, Kaffee und Drinks ganz umsonst? Kein Problem: Bei vielen Pressekonferenzen sind Sie als Zuhörer gern gesehen. Verpflegung inklusive. Alles, was Sie tun müssen, ist Interesse vorzuheucheln und alle paar Minuten vermeintliche “Notizen” auf einen Schmierzettel zu machen. Eine Übersicht über die aktuellen Pressekonferenzen finden Sie unter www.presseclub.at. Mahlzeit!

Running Sushi: Nimm zwei, zahl eins

Running Sushi: Nimm zwei, zahl eins

Sushi: einmal zahlen, zweimal essen
Running Sushi einmal zahlen, aber zwei Leute verköstigen? Ja, das geht. Wenn der Kollege im Büro auch was davon haben will, leistet eine  mitgebrachte Tupperware-Box wertvolle Dienste: Wenn das Personal außer Sichtweite ist, werden vom Förderband schnell ein paar Sushi in die Plastikbox unterm Tisch eingepackt. Aber bloß nicht erwischen lassen: So mancher Sushi-Kellner ist der Kung-Fu-Technik mächtig.

Klopapier for free
Kostet nicht viel, läppert sich aber übers Jahr ganz schön zusammen: die Ausgaben für Klopapier. Letzteres gibt’s auf öffentlichen WCs, im Büro oder im Restaurant zum Nulltarif. Ein oder zwei Rollen lassen sich mühelos in der Handtasche unterbringen. Nur keine Scheu, denn Niki Lauda sagt’s ganz richtig: “Ich hab ja nichts zu verschenken!”

Das Null-Euro-Parkhaus
Funktioniert (fast) immer: Abends bei der Ausfahrt aus dem Parkhaus den “Hilfe-Button” drücken und hysterisch “Mir ist mein Parkticket in den Spalt beim Aufzug gefallen” in die Sprechanlage heulen. In neun von zehn Fällen (bei Frauen in zehn von zehn) öffnet der Mann in der Funkzentrale den Schranken und lässt Sie auch ohne bezahltes Ticket passieren.

“Ang’richt ist” im Supermarkt
Zum Lunch muss der Weg nicht immer zwangsläufig ins nächste Gasthaus führen. Auch der Supermarkt am Eck bietet einen reich gedeckten Tisch. Einerseits warten in den Obst- und Wurstabteilungen stets Kostprobenteller, die man abräumen kann. Und auf Nachfrage lässt die Thekenkraft auch sehr gerne Käse- oder Wurstkostproben über die Budel wandern. Abrunden sollte man sein Mahl mit einem ordentlichen Schluck aus einer Bierdose, die man vor Passieren der Kassa unauffällig irgendwo im Regal “retourniert”.

Gratis-Zeitung
“Heute” und “Österreich” gibt’s bei allen Bim-Haltestellen gratis. Und die Krone kann man nicht nur am Sonntag, sondern täglich kostenlos lesen: Einfach bei McDonalds oder im Kaffeehaus stiebitzen. Sparbewusste OÖ Nachrichten-Leser greifen hingegen gerne zu den “Gratis”-Entnahmetaschen in der City.

Taxi: Wer ausfällig wird, spart Geld.

Taxifahren: Wer ausfällig wird, spart Geld.

Nulltarif-Taxi
Wenn Sie sich nach Einsteigen ins Taxi nach Leibeskräften bemühen, den Fahrer zu beleidigen (“Sie fahren wie ein Vollkoffer”, “Ich habe selten einen dämlicheren Taxifahrer als Sie gesehen” oder “Sind Ihre Eltern eigentlich Geschwister?”), ist die Chance groß, dass Sie aus dem Auto geworfen werden, ohne bezahlen zu müssen. Aber Achtung: Beginnen Sie Ihre Beleidungs-Orgie erst, wenn Sie knapp vor dem Ziel sind, sonst müssen Sie einen unnötig langen Hatscher in Kauf nehmen.

Sponsored by Fleischfliege
Sie ekeln sich nicht vor Insekten? Sehr gut, dann packen Sie vor dem nächsten McDonalds-Besuch eine tote Fleischfliege ein und kaufen sich ein üppiges BigMac-Menü. Ins letzte Stück des Burgers packen Sie dann die tote Fliege und rennen damit in höchstmöglicher Erregung schreiend zum Counter: Nicht nur die Retournierung des Menüpreises ist fix, auch der eine oder andere Gutschein winkt als “Wiedergutmachung”. Mahlzeit!

Pimp my Geschirr
Ein Besuch im Kaffeehaus oder Restaurant ist für kostenbewusste Gäste erst dann komplett, wenn ein schönes Besteck, der Aschenbecher oder ein edles Weinglas “irrtümlich” mit eingepackt werden. Mit etwas Eifer gelingt es so, sich nach nur wenigen Lokalbesuchen ein komplettes Weingläserset zu “ertrinken”.

Kostenlos Dart, Tischfußball, Billard und Flipper spielen
“Der blöde Automat hat meine Zwei-Euro-Münze gefressen!” – ausgestattet mit diesem Satz kommen Sie in Ihrer Kneipe jederzeit zu einem Gratis Dart- oder Billardspiel. Das Barpersonal wirft gerne eine Münze nach und entschuldigt sich obendrein noch für den “Scheiß-Automaten”.

Das Geld liegt auf der Straße... und am WC.

Das Geld liegt auf der Straße… und am WC.

Pipi-Belohnung
Viele WC-Damen lassen ihren Kleingeldteller oft stundenlang unbeaufsichtigt, während sie emsig die Pissoirs putzen. Sollten Sie beim Bieseln keine sichtbaren Spuren (und somit keine Arbeit für die WC-Putze) hinterlassen haben, dürfen Sie sich beim Rausgehen sehr gerne eine oder zwei Münzen als Belohnung mitnehmen.

 

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