“Nur 5% Mehrkosten würden den gesamten Andreas-Hofer-Park retten”

Knackige Wendung beim umstrittenen Tiefgaragenprojekt unter dem Andreas-Hofer-Park: Eine von Stadtentwickler Lorenz Potocnik vorgeschlagene und Stadtrat Markus Hein veranlasste Prüfung durch den Magistrat und die LINZ AG hat ergeben, dass die Garage auch auf einem angrenzenden Grundstück bzw. unter der Straße errichtet werden könnte. Durch eine geringe Baukostenerhöhung von nur 5-10 Prozent könnte so der gesamte Park und sein Baumbestand gerettet werden. Potocnik: „Das alternative Grundstück gehört sogar dem Swietelsky-Konzern. Es wäre ein absoluter Irrsinn, den Park jetzt noch für diese Garage zu opfern“, so Potocnik, der jetzt Bürgermeister Klaus Luger in der Pflicht sieht: „Das ist der ideale Zeitpunkt, den Konflikt zwischen tausenden Anrainern einerseits und der Firma Swietelsky bzw. der Stadt zu beenden und einen gemeinsamen Neustart anzugehen.“

Die unter dem Andreas-Hofer-Park geplante private Tiefgarage würde die Grünanlage weitgehend zerstören, gut 20 Bäume würden sofort und in absehbarer Zeit verloren gehen. Projektbetreiber Swietelsky ist trotz Aufforderung, Pläne und Alternativen für eine Neuprojektierung vorzulegen, untätig geblieben. Daraufhin hat Gemeinderat und Stadtentwickler Lorenz Potocnik vorm Sommer selbst eine alternative Planung in Auftrag gegeben, da Swietelsky ein nur 200 Meter entferntes und unbebautes Grundstück besitzt, das sich perfekt als Tiefgaragenstandort eignen würde. Das Ergebnis nach der stadtinternen Prüfung: Die Mehrkosten belaufen sich lediglich auf fünf bis zehn Prozent der gesamten Kosten der Tiefgarage. „Schaden für den Park, das Viertel und die Öffentlichkeit entstünde keiner. Vorbild dafür ist die Tiefgarage unter der Promenade, die zum größten Teil unter der Straße liegt“, so Potocnik.

„Das ist der ideale Zeitpunkt, den Konflikt zwischen tausenden Anrainern einerseits und der Firma Swietelsky bzw. der Stadt zu beenden und einen gemeinsamen Neustart anzugehen.“
Stadtentwickler Lorenz Potocnik

Die minimalen Mehrkosten (die der Bauherr Swietelsky zu tragen hätte) von 150.000-200.000 Euro betragen nur rund 5-10 Prozent der Gesamtkosten und resultieren aus der Verlegung von Leitungen und einem Abwasserkanal. Die Anzahl der Stellplätze in der Garage bliebe beim nun geänderten Projekt annähernd gleich. „Das sind sehr gute Nachrichten!“ so Stadtentwickler Potocnik. „Einer Realisierung der Garage in der neuen Form steht nichts mehr im Wege, das ist die echte Alternative zum rücksichtslosen Swietelsky-Projekt in der Naherholungsoase Andreas-Hofer-Park.“ Die errechneten Mehrkosten seien einem Milliardenkonzern selbstverständlich zumutbar, da zusätzlich der Park gerettet wird, so Potocnik.

Jetzt sei seitens der Stadt aber schnelles Handeln nötig. Potocnik: „Die Politik ist nun gefordert, das Projekt der Garage unter dem Park sofort zu stoppen. Es wurde ganz klar bewiesen, dass es keinerlei technische oder wirtschaftliche Notwendigkeit zur Zerstörung des Parks mehr gibt.“ Swietelsky wiederum muss rasch in die Detailplanung des neuen Standorts gehen, nur so kann dem Wunsch nach zusätzlichen Parkplätzen umgehend entsprochen werden. Potocnik: „Ein Festhalten an der Zerstörung des Parks würde zu jahrelangen Verzögerungen führen und zudem zeigen, dass es dem Baukonzern gar nicht um die Stellplätze geht, sondern um das Einverleiben des Parks.“

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