Bernhard Baier zur Stadionfrage: “Alle fußballbegeisterten Linzer Kräfte an einen Tisch”

Jetzt meldet sich auch Vizebürgermeister Bernhard Baier in der Stadionfrage zu Wort. Anders als die SPÖ fordert er, “alle fußballbegeisterten Linzer Kräfte an einen Tisch” zu bringen, um eine Zukunftslösung zu erarbeiten.

Bernhard Baier, im internationalen, aber auch im österreichischen Vergleich hinkt das Linzer Stadion als Fußballstadion hinterher. Wie stehen Sie persönlich zur Gugl?
Um die auf der Gugl verpulverten 30 Millionen Euro hätten wir längst ein neues Fußballstadion bauen können.

Manche geben dem unwirtlichen Stadion eine Mitschuld am Niedergang des Linzer Fußballs. Teilen Sie diese Meinung?
Dass wir von der Liste der Länderspiele gestrichen wurden ist eindeutig auf das veraltete Stadion zurückzuführen.

Beim LASK plant man mittelfristig, ein eigenes Stadion zu bauen (laut Aussage des Vorstandes Manfred Schill, Anm.). Auch Blau Weiß Linz will sein Donauparkstadion ausbauen. Wie bewerten Sie diese Ansinnen der Klubs?
Ich würde sagen: Alle fußballbegeisterten Linzer Kräfte gehören jetzt an einen Tisch, um eine Zukunftslösung zu erarbeiten.

Können Sie die Kritik der Linzer Klubs über das Linzer Stadion nachvollziehen?
Ich kann die Kritik als Fußballfan nachvollziehen, weil auf der Gugl einfach keine Stimmung aufkommen kann.

Ein großer weiterer Kritikpunkt ist, dass die Vereine im Linzer Stadion keine Handhabe über die Einnahmen aus dem Getränkeverkauf haben. LASK-Vorstand Gruber spricht etwa von einem jährlichen Schaden von bis zu einer Million Euro. Wäre das eine Idee, hier den Klubs entgegenzukommen und ihnen das Schankrecht zu überlassen?
Gefordert sind jedenfalls mehr Möglichkeiten für Vereine, die Spiele im Stadion zu vermarkten – zb. durch Stadion-Namen, Catering etc.

Es gibt einen Zusage aus dem Jahr 2008, nachdem die Stadt einen allfälligen Stadionbau des LASK mit zehn Millionen euro unterstützen würde. Wie stehen Sie zu dieser Aussage?
Diese Zusage ist auf alle Fälle einzuhalten.

Thema Eishalle: Das Musiktheater kostete 180 Millionen Euro, die Med-Uni 168 Millionen, die Bruckneruni 50 Millionen. Bei der Eishalle wurde jahrelang wegen eines Mini-Ausbaus um 1,6 Millionen Euro diskutiert. Hat der Sport in Linz den Stellenwert, den er haben sollte?
Seitdem die SPÖ dazu übergegangen ist, sportliches Engagement mit Hallengebühren zu bestrafen, wackelt der Ruf von Linz als Sportstadt sowieso gewaltig.

Wäre die Idee, ein neues Stadion mittelfristig (2025-2030) anzudenken, vorstellbar?
Linz braucht ein neues Stadion – und zwar nicht nur angedacht, sondern errichtet!

Wird es von Ihnen irgendwelche Aktivitäten in Sachen Stadionfrage geben?
Wir von der ÖVP Linz weisen laufend auf die Misere hin – zuletzt wieder auf die Parkplatznot. Seit Jahren fordern wir einen Neubau, die aktuelle Debatte bekräftigt uns in dieser Linie.

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