• 🌭 Urfahrs letzter Würstelstand bleibt – vorerst!
Aufatmen für die Fans von „DaToni“: Der Kult-Würstelstand bei der Linken Brückenstraße soll laut Medienberichten nun doch weitergeführt werden und kein Asia-Imbiss werden.
❗️Doch die Zukunft bleibt ungewiss: Nach den aktuellen Plänen der Schiene OÖ soll der Stand ab 2028 der neuen Stadtbahntrasse weichen. Direkt daneben entsteht der neue Nahverkehrsknoten Urfahr Ost – inklusive eines unterirdischen Supermarkts und Gastronomie.
Und das ist nicht alles: Für die Verlegung von rund 20 Parkplätzen beim Lindbauer müssen mehrere Schrebergärten zu Autoabstellflächen umfunktioniert werden.

👉 www.linza.at/urfahrost-bahnhof/
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Ministerin Gewessler schiebt Summerauerbahn weiter auf das Abstellgleis

26. Januar 2024
in Klima, Politik
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Eine neue Bahnstrecke in direkter West-Ost-Verbindung und nicht mehr über Salzburg: Das ist das neueste Projekt der ÖBB und des Klimaschutzministeriums, dank dem man Mitte der 2030er-Jahre in nur 80 Minuten von Linz nach München gelangen soll. „Neue Innkreisbahn“ nennt sich das vorgestellte Prestigeprojekt der ÖBB. Für die Summerauerbahn Linz-Prag hingegen hat man nichts übrig: Der zweigleisige Ausbau soll nicht vor 2040 angedacht werden, obwohl die Bahn zwischen Linz und Budweis mit gerade mal 47,5km/h im Schnitt unterwegs ist. Scharfe Kritik an Leonore Gewessler kommt u.a. von Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner.
„Seit über 30 Jahren werden Forderungen zum Ausbau der Summerauerbahn nicht gehört“, legt Infrastruktur-Landesrat Günthers Steinkellner ein Veto gegen diese Entscheidung der Rückstellung des Ausbaus der Summerauerbahn ein. Entgegen der ursprünglichen Vision von Bundesministerin Leonore Gewessler, die Summerauerbahn zu einer Hochleistungsstrecke auszubauen und dadurch die Reisezeit zwischen Linz und Prag auf 2,5 Stunden zu reduzieren, verkündete die Ministerin gestern Gegenteiliges.
Im Rahmen einer Pressekonferenz zum Zielnetz 2040 gab man bekannt, dass die Summerauerbahn nicht in das Zielnetz 2040 integriert wird. „Seit über 30 Jahren wird vehement der Ausbau der Summerauerbahn gefordert, doch das Setzen aktiver Maßnahmen blieb jeher aus. Besonders in einem zusammenwachsenden Europa bestehen enorme Nutzenpotentiale für diese wichtige Verbindung“, so der Landesrat für Infrastruktur, Günther Steinkellner.
TEN-T-Kernnetz Korridor
Das TEN-T-Kernnetz ist ein transeuropäisches Eisenbahnverkehrsnetz, das die wirtschaftliche Vernetzung Europas stärkt. Derzeit führen bereits vier TEN-Korridore durch Österreich. Im aktuellen Netz fehlt im alpinen Bereich allerdings eine direkt querende Verbindung zwischen dem Südosten Europas und dem europäischen Zentralraum. Besonders große Potentiale gibt es hier für die Summerauerbahn in Kombination mit der Pyhrnbahn.
„Die Summerauerbahn nicht ins Zielnetz 2040 aufzunehmen, ist der falsche Zugang.“

Die Tschechische Republik hat bereits erste Akzente gesetzt, indem der Ausbau einer 160 km/h Hochgeschwindigkeitsstrecke Nord-Süd-Verbindung bis nach Budweis festgelegt wurde. Der Ausbau von Budweis in Richtung österreichischer Staatsgrenze wurde mit der Begründung, dass Österreich keine infrastrukturellen Geschwindigkeitsausbauten vornimmt, nicht weiterverfolgt. Auf österreichischer Seite hingegen wird argumentiert, dass die Tschechische Republik keine weiteren Maßnahmen setzt und deshalb der Ausbau der Summerauerbahn nicht zielorientiert sei.

Kommentar
Wie bitte? Ausgerechnet eine grüne Ministerin stellt den Ausbau der Summerauerbahn zurück. Dabei ist gerade diese Strecke die einzige Möglichkeit, die zu erwartende LKW-Transitwelle, die in ein paar Jahren nach der Fertigstellung der tschechischen Autobahn Dálnice 3 von Prag bis an die Grenze über Linz und Oberösterreich hereinbrechen wird, zumindest zu lindern. Nicht vor 2040 denkt man in Wien daran, diese auf österreichischer Seite teils einer Museumsbahn gleichende Zugverbindung auf einen zeitgemäßen Stand zu bringen. Volle zwei Stunden ist man aktuell auf den 95 Kilometern zwischen Linz und Budweis unterwegs (das macht einen Schnitt von 47,5km/h), nach Prag (245km) sitzt man geschlagene 3:44 Stunden (Schnitt 65,3km/h) in einer der alten Zuggarnituren, die teilweise sogar noch mit Plumpsklo ausgestattet sind. Es ist eine Schande, hier von einer Verkehrswende zu reden und den Menschen das Bahnfahren schmackhaft machen zu wollen.

 

Titelfoto: ÖBB/Eisenberger, Land OÖ

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