Handy-Ladestationen in Linzer Straßenbahnen sind (noch) Zukunftsvision

In Sachen kostenloses WLAN sind die Linz Linien österreichweit Vorreiter. Viele Fahrgäste wünschen sich zusätzlich Stromanschlüsse für Handy-und Tablett-Ladestationen, wie es sie bei ÖBB und Westbahn bereits gibt. Während sich Vizebürgermeister Christian Forsterleitner dafür erwärmen kann, winken die Linz Linien aufgrund der Kosten ab.

Seit Jänner 2011 sind die ersten Linzer Straßenbahnen mit kostenlosem WLAN unterwegs, mittlerweile sind alle Cityrunner damit ausgestattet. Die Investitionskosten für die WLAN-Ausstattung aller 56 Straßenbahnen betrugen rund 103.000 Euro, die jährlichen Betriebskosten belaufen sich auf circa 20.000 Euro. Zusätzlich werden immer mehr Haltestellen und öffentliche Plätze mit WLAN-Routern ausgestattet, die gesamte Innenstadt ist bereits flächendeckend versorgt. Linz ist damit führend in Österreich, ein derart breites Angebot an kostenlosem WLAN gibt es in keiner anderen City.

Steckdosen in der Bim: „Kosten unverhältnismäßig hoch“    
Wie bei den ÖBB und der Westbahn bereits üblich, wünschen sich jetzt viele Fahrgäste zusätzlich die Einrichtung von Handy-Ladestationen in der Bim. Die Linz Linien winken aber ab: „Auf Kurzstrecken – wie sie vom Großteil der Fahrgäste in Anspruch genommen wird, macht eine Ausrüstung mit Steckdosen aktuell keinen Sinn“, heißt es auf Anfrage. Die durchschnittliche Reisezeit der Fahrgäste beträgt zwölf Minuten. Grundsätzlich wäre eine Nachrüstung der Fahrzeuge mit Steckdosen technisch machbar, jedoch würde dies unverhältnismäßig hohe Kosten verursachen.

Vizebürgermeister Christian Forsterleitner

Vizebürgermeister Christian Forsterleitner

Forsterleitner: „eine Überlegung wert“    
Der Linzer Vizebürgermeister Christian Forsterleitner, der für die WLAN-Initiative der Stadt verantwortlich zeichnet: „Die Frage ist nachvollziehbar und unter Einhaltung einer vernünftigen Kosten-Nutzen-Relation eine Überlegung wert. Die Nachrüstung mit WLAN in den Straßenbahnen war mit relativ geringen Kosten verbunden und hat für einen großen Nutzerkreis neue Möglichkeiten geschaffen. Steckdosen nachzurüsten ist aufwändiger und wäre standortgebunden – im Unterschied zum ortsungebundenen WLAN.“

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