Rund 600 Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft sind der Einladung von Landeshauptmann Thomas Stelzer ins Linzer Musiktheater gefolgt. „Land der Möglichkeiten“ stand heuer im Zeichen einer Zeit, die ernster geworden ist – und der Frage, wie Oberösterreich daraus Chancen und Perspektiven schafft. Landeshauptmann Stelzer stellte gleich zu Beginn klar: „In der Politik, also der Gesellschaftsgestaltung, gibt es einen klaren Auftrag und auch ein immer gültiges Ziel: für ein gutes Leben für alle zu sorgen.“
Thomas Stelzer machte zugleich unmissverständlich deutlich, welches Verständnis er von politischer Verantwortung hat: „Politik ist ein ernstes, verantwortungsvolles Geschäft. Sie ist kein Tummelplatz für Glücksritter oder Büttenredner.“ Mit Blick auf die aktuelle Lage betonte Stelzer, dass sich die Rahmenbedingungen spürbar verändert haben: „Unsere Zeit ist ernsthafter geworden. Es ist nicht die Zeit, sich mit Schnörkeln und Ausschmückungen zu beschäftigen, sondern mit dem Wesentlichen.“ Gerade deshalb sei es entscheidend, die Sorgen der Menschen ernst zu nehmen: „Für viele, auch für viele Familien, geht es zurzeit sehr um das Wesentliche. Daher will ich, dass wir die Sorgen ernst nehmen. Das ist auch unser Auftrag.“
„Gerade in einer Zeit der Notwendigkeiten geht es mit einem klaren Blick auf die Dinge um verlässliches Handeln, um Stärke und auch um Entschlossenheit.“
Verlässliches Handeln und Stärke sind in einer Zeit der Notwendigkeiten gefragt
Seine Linie für politisches Handeln brachte der Landeshauptmann auf den Punkt: „Gerade in einer Zeit der Notwendigkeiten geht es mit einem klaren Blick auf die Dinge um verlässliches Handeln, um Stärke und auch um Entschlossenheit.“ Politik bedeute dabei immer auch, Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen, um Perspektiven zu schaffen. Konkret wurde Stelzer auch beim Thema Tempo und Effizienz: „Auch wenn unser Rechtsstaat vorsieht, dass Betriebsanlagengenehmigungen in vier Monaten abgewickelt werden müssen. Ich will, dass wir schneller sind. Meine Zielvorstellung ist, dass wir das in Oberösterreich in drei Monaten statt in vier erledigen.“
„Ja, wir haben ernsthafte Zeiten, Zeiten voller Notwendigkeiten, aber wir können daraus Chancen und Möglichkeiten machen.“
Erfolgsgeschichten aus Oberösterreich
Neben der inhaltlichen Linie standen konkrete Erfolgsgeschichten aus Oberösterreich im Mittelpunkt. Ein Gespräch führten unter anderem IT:U-Forscherin Jie Mei (Forschung an der Schnittstelle von Natürlicher und Künstlicher Intelligenz), EFKO-Geschäftsführer Thomas Krahofer und Extremsportler Lukas Kaufmann über Leistung, Innovation und internationale Wettbewerbsfähigkeit. Für weitere Impulse sorgte Keynote-Speakerin Nina Ofenloch.
Auch das Bühnenprogramm spiegelte den Anspruch eines „Vorsprung Oberösterreich“ wider: Ein Ensemble des Linzer Pop-BORG verband Anton Bruckner mit modernen Musikstilen und zeigte die Verbindung von Tradition und Innovation. Mit Jonglissimo begeisterte zudem ein mehrfacher Weltmeister aus Oberösterreich mit internationaler Spitzenleistung. Zum Abschluss betonte Landeshauptmann Stelzer nochmals die grundlegende Haltung für die kommenden Jahre: „Ja, wir haben ernsthafte Zeiten, Zeiten voller Notwendigkeiten, aber wir können daraus Chancen und Möglichkeiten machen.“ Und unterstrich abschließend den Anspruch an das Land: „Wir haben Vorteile und wir werden sie auch einsetzen.“



















