• Linzer Museen: 5 Millionen Einsparpotenzial?
Fast fünf Millionen Euro öffentliche Basisfinanzierung für Lentos und Nordico – bei gerade einmal 75.000 Besuchen im Vorjahr: Angesichts der Linzer Finanzmisere fordert Stadtrat Michael Raml einmal mehr, das Lentos zu verkaufen, allerdings mit einer Bestandsgarantie als Museum. 

👉 Die Zahlen liefern jedenfalls Stoff für Diskussionen: Lentos und Nordico verfügen 2026 gemeinsam über ein Budget von 5,8 Millionen Euro. 4,9 Millionen Euro kommen aus dem städtischen Bereich, sprich aus Steuergeldern – vier Millionen von der LINZ AG und 900.000 Euro direkt von der Stadt.

👉 65 Euro Steuergeld-Zuschuss pro verkauftem Ticket 
Dem standen 2025 rund 75.000 Museumsbesuche gegenüber, davon etwa 64.000 im Lentos. Rein rechnerisch wäre damit jedes verkaufte Ticket  65 Euro pro Besuch. Der reguläre entos-Eintritt beträgt 12 Euro, ins Nordico zahlt man neun Euro. Umgerechnet heißt das: Um kostendeckend und ohne Zuschüsse von Steuergeld zu arbeiten, müsste man für das Lentos 77 Euro Eintritt verlangen und für das Nordico 74 Euro.
Montag, September 28, 2026
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Ein Café mit Bunker: innovative Idee am Andreas-Hofer-Park

10. April 2026
in Freizeit
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Der Andreas-Hofer-Park ist ein positives Beispiel eines funktionierenden städtischen Parks, dennoch ist Potenzial für eine weitere Aufwertung da. Die Dachfläche des aus dem Zweiten Weltkrieg stammenden Hochbunkers im südlichen Bereich wäre eine ideale Möglichkeit, die Parkfläche mit einem kleinen Café und zusätzliche Grün- und Freiflächen  zu erweitern: „Da oben könnten weitere 800 Quadratmeter brachliegendes Areal genutzt werden“, so der ausgebildete Architekt und Stadtentwickler Lorenz Potocnik. Unterstützung erhält er von Anwohnern und der Initiative „Rettet den Andreas Hofer Park“, die der Idee positiv gegenüberstehen. 

Der Anteil an Frei- und Grünflächen ist im dicht bewohnten Makart- und Andreas-Hofer-Viertel laut Örtlichem Entwicklungskonzept (ÖEK) äußerst gering. Dem gegenüber steht das etwa 800 Quadratmeter große Dach des Hochbunkers beim Andreas-Hofer-Park. Der unter Denkmalschutz stehende, „unkaputtbare“ Bau wurde 1940-1943 errichtet und bot im Weltkrieg bis zu 1.000 Schutzsuchenden Platz. Der Innenraum des Bunkers dient heute als Lagerplatz für die Linzer Weihnachtsbeleuchtung. Die etwa acht Meter über Grund befindliche Dachfläche liegt jedoch seit jeher brach, obwohl diese statisch jede Form der Nutzung zuließe. 

Lorenz Potocnik mit Andreas-Hofer-Park-Anrainer Matthias Zangerl.

800 Quadratmeter urban nutzbare Grünfläche 
Lorenz Potocnik suchte das Gespräch mit Anrainern und den Vertretern der lokalen Bürgerinitiative. Dabei entstand die Idee, das 800 Quadratmeter große Dach des Bunkers urban nutzbar zu machen: „Ein aus meiner Sicht sehr spannender Vorschlag wäre eine begrünte Dachfläche und ein kleines Café mit Lounge.“ Der Plan hat Potenzial: „Hier wohnen sehr viele Menschen, der Park ist gerade von Familien mit Kindern sehr gut besucht. Ein Café würde das Angebot perfekt und sanft ergänzen“, sagt Matthias Zangerl, der direkt am Andreas-Hofer-Park wohnt. „Eine dazugehörige, barrierefreie Rampe könnte aus Holz ausgeführt werden und sich rund um den Hochbunker schlängeln“, so Zangerl. 

OK-Platz als Vorbild
Ein in Ansätzen gutes Vorbild für das Projekt des Bunker-Cafés ist der goldene Container beim OK Platz. Dieser wertet den dortigen Raum und das städtische Lebensgefühl enorm auf, ohne die Fläche aber zu kommerzialisieren. Im Gegenteil: Es besteht ein gutes Nebeneinander. Dass die Idee durchaus machbar wäre und perfekt ins Viertel passt, beweisen erste Entwürfe, die als Basis für eine weitere Diskussion dienen. Lorenz Potocnik: „Wir haben einen Gemeinderatsantrag eingebracht, in dem wir die nächsten Schritte skizzieren – konkret wünschen wir uns eine Machbarkeitsstudie samt erster Kostenschätzung.”  

 

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