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„Tierausbeutung begünstigt Pandemien“

7. Dezember 2021
in Freizeit, Linz
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Alleine in Österreich werden pro Jahr 104 Millionen Tiere zur Fleischerzeugung geschlachtet – das sind 285.000 pro Tag. Am 4. Dezember versammelte sich eine engagierte Gruppe von Linzer:innen vor dem Schlachthof. Eine der Kernaussagen: „Tierausbeutung begünstigt Pandemien“.

Die Zahlen sind enorm: 98 Millionen Hühner (!), 5,1 Millionen Schweine, 645.000 Rinder, 312.000 Schafe, 61.300 Ziegen und 424 Pferde – so viele Tiere wurden 2020 in Österreich geschlachtet. Ein Thema, das durch den Ausbruch der Corona-Pandemie zusätzliche Brisanz bekam. Es wird hitzig diskutiert, wie wir uns am besten vor dem bestehenden Virus schützen können. Zeitgleich warnen Expert:innen vor zukünftigen Pandemien. Was derzeit fehlt: der langfristige Blick in die Zukunft.

104 Millionen Tiere – u.a. für Bratwürstel – werden jährlich in Österreich geschlachtet.

“Wir werden immer wieder mit Pandemien zu kämpfen haben, wenn wir uns nicht als Gesellschaft ändern„, sagt Manuel Meindl vom Verein “Hope For The Voiceless”. Die Gruppe organisierte kürzlich eine Demo vor dem Linzer Schlachthof, um auf den enormen Fleischverbrauch aufmerksam zu machen. Der „unreflektierte Konsum tierischer Produkte und das Zerstören von natürlichem Lebensraum“ bilde die beste Voraussetzung dafür, „dass Krankheiten von Tieren auf den Menschen überspringen“, so Meindl.

Alleine in Österreich werden jährlich über 104 Millionen Tiere (Fische nicht inkludiert) für den Fleischkonsum getötet. Dafür müssen Wälder gerodet und der Großteil unserer verfügbaren Agrarflächen für Futtermittelanbau genutzt werden, die Tiere werden in riesigen Anlagen auf engstem Raum gehalten. Manuel Meindl: „Unsere Tierindustrie ist der ideale Brutherd für Krankheiten und für die Mutationen dieser.“

Gleichzeitig würden wildlebende Tiere immer weiter zurück gedrängt, wodurch diese aufgrund des immer kleiner werdenden Lebensraumes, öfter Kontakt zu Menschen haben und somit Krankheiten aus dem Wildreich ebenfalls leichter übertragen werden können, glaubt Meindl.

Bei der „Hope For the Voiceless“-Demo vor dem Linzer Schlachthof.

Ein mögliches Gegenrezept: „Das Schöne ist, dass wir für ein gesundes Leben nicht auf tierische Produkte angewiesen sind. Kein tierisches Produkt hat ein Monopol auf bestimmte Nährstoffe. Mit einer pflanzlichen Ernährung können wir das Risiko von Pandemien, die durch Zoonosen hervorgerufen werden, drastisch minimieren während wir gleichzeitig Tierleid verringern“, so Manuel Meindl.
Eine pflanzliche Ernährung sei „der stärkste Hebel, den wir als Individuen haben, um eine lebenswerte und nachhaltige Zukunft aktiv mitzugestalten.“

-> Hope For The Voiceless
-> Statistik Austria

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