„Stadtoase“ nannte sich ein im Juni 2020 vom damaligen Bürgermeister Luger initiiertes Projekt am Linzer Hauptplatz. Mit acht Kistenbäumen, Rollrasen und mehreren Sitzgelegenheiten sollte diese „das grüne Herz des Hauptplatzes“ bilden. Der aktuelle Zustand: beschämend.
„Die Installation nach einer Idee des Innovationshauptplatzes soll einen Vorgeschmack darauf geben, wie attraktiv der Platz sein kann, wenn die geplante Begrünung umgesetzt wird“, schrieben die OÖN damals.
„Lieblos und abstoßend sind noch verharmlosende Zuschreibungen.“
Über die Jahre wurde daraus eine lieblose, versifft-dreckige, von Zigarettenstummeln übersäte dunkle Ecke, der um 7.000 Euro aufgebrachte Rollrasen wich sehr bald einem Kunststoffrasen aus Polyethylen/Polypropylen (der seitdem offensichtlich kein einziges Mal getauscht wurde), das gesamte Ensemble lädt eher zum großzügigen Umrunden denn zum Verweilen ein. Zudem wurden letztes Jahr die abstoßenden „dwello“-Betonsitzblöcke dort abgestellt. „Lieblos und abstoßend sind noch eine verharmlosende Zuschreibung“, so eine Passantin.

Wie bei so vielem in Linz fehlt es an Aufmerksamkeit, Achtsamkeit und Nachhaltigkeit. Ein weiteres Beispiel sind die nur 100 Meter weiter nördlich im Jahr 2019 errichteten Sitzstufen vor dem Kunstuni-Gebäude: Das Anfang einladende Projekt wirk ebenfalls heruntergekommen und ungepflegt.















