Das traditionell schwächste Quartal für Austrian Airlines ist mit einem Adjusted EBIT auf Vorjahresniveau in Höhe von -112 Millionen Euro auch 2026 deutlich negativ ausgefallen, obwohl Umsatz als auch Auslastung der Flugzeuge im Vergleich zum Vorjahresquartal gestiegen sind. Damit blieb das Unternehmen hinter den eigenen Erwartungen.
Besonders herausfordernd warendie direkten Auswirkungen des Iran-Krieges auf Streckennetz und Kerosinkosten. Verbindungen nach Tel Aviv, Amman, Erbil, Teheran und Dubai sind bis heute ausgesetzt. Auch die Kosten infolge mehrerer Starkwetterereignisse in ganz Europa mit Blitzeis und starkem Schneefall Anfang des Jahres drückten das Ergebnis.
Bis Ende des Winterflugplans 2028/2029 wird die Austrian Langstreckenflotte ausschließlich aus 787-9 Dreamlinern bestehen und 12 Flugzeuge umfassen.
Nächster Dreamliner wird mit 1. Juni im Flugbetrieb erwartet
Die Flottenerneuerung bei Austrian Airlines geht wie geplant weiter. Anfang April ist die dritte Boeing 787-9 zur Flotte gestoßen. Aktuell werden noch Arbeiten an Kabine und der Lackierung durchgeführt, bevor das Flugzeug mit der österreichischen Kennung OE-LPG mit 1. Juni auf der Langstrecke abheben wird. Für das heurige Jahr werden noch zwei weitere Dreamliner erwartet. Bis Ende des Winterflugplans 2028/2029 wird die Austrian Langstreckenflotte ausschließlich aus 787-9 Dreamlinern bestehen und 12 Flugzeuge umfassen.
Auch die Erneuerung auf der Kurz- und Mittelstreckenflotte ist bereits voll im Gange. Hier erhält Austrian Airlines anstelle von 17 Embraer-Maschinen sechs zusätzliche, fabriksneue Airbus A320neo mit jeweils 180 Sitzplätzen. Die erste dieser sechs Maschinen wird für Sommer 2026 erwartet. Die Airbus-Flotte wächst damit auf 46 Flugzeuge.
Unter dem Strich modernisiert und simplifiziert Austrian Airlines damit ihre gesamte Flotte. Statt fünf Teilflotten – Embraer, Airbus, Boeing 767, Boeing 777 und Boeing 787-9 – werden zukünftig zwei hochmoderne Flugzeugmuster betrieben: die Airbus A320-Familie und die Boeing 787-9 Dreamliner.
Alle Flugzeuge der Lufthansa Group und damit auch jene bei Austrian Airlines werden außerdem in den nächsten Jahren sukzessive mit einem leistungsstarken Starlink Highspeed-Internetzugang ausgestattet.
Bestmögliche Vorbereitung auf den anstehenden Reisesommer
Für den nahenden Reisesommer ist Austrian Airlines operativ gut gerüstet. Insgesamt sieben neue Destinationen werden heuer im Sommerflugplan angeflogen – Ponta Delgada auf den Azoren, das nordmazedonische Ohrid, Bergen an der norwegischen Westküste, Mytilini auf Lesbos, Bastia auf der französischen Insel Korsika sowie Bilbao und Alicante in Spanien.
Außerdem werden die freigewordenen Kapazitäten durch die temporäre Aussetzung der Verbindungen in den Nahen und Mittleren Osten in den Sommermonaten gezielt zu stark nachgefragten Destinationen in Europa eingesetzt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf klassischen Ferienzielen wie Palma de Mallorca, Dubrovnik, Barcelona, Nizza und Málaga. Auch die neuen Sommerdestinationen Alicante und Bilbao werden nochmals verstärkt. Insgesamt bietet Austrian Airlines so rund 800 zusätzliche Flüge im Sommer an.
Foto: Austrian















