Mit der Sommersonnenwende erreicht die Sonne auf der Nordhalbkugel ihren höchsten Stand des Jahres. Am 21. Juni erleben wir den längsten Tag und die kürzeste Nacht des Jahres. In Oberösterreich geht die Sonne bereits kurz nach 5 Uhr auf und erst nach 21 Uhr wieder unter. Insgesamt können sich die Menschen über mehr als 16 Stunden Tageslicht freuen. Die schlechte Nachricht: Ab diesem Tag geht es wieder bergab mit der Tageslänge…
Astronomisch betrachtet beginnt mit der Sommersonnenwende der Sommer. Ursache dafür ist die Neigung der Erdachse um rund 23,5 Grad. Dadurch wird die Nordhalbkugel im Juni besonders intensiv von der Sonne bestrahlt. Für viele Menschen gilt die Sommersonnenwende als Höhepunkt der warmen Jahreszeit, auch wenn die statistisch heißesten Wochen meist erst im Juli und August folgen.
Seit Jahrtausenden spielt die Sommersonnenwende eine wichtige Rolle in zahlreichen Kulturen. Bereits Kelten, Germanen und andere europäische Völker feierten diesen besonderen Zeitpunkt im Jahreslauf mit Festen und Feuern. Aus diesen Traditionen haben sich die bis heute beliebten Sonnwendfeuer entwickelt, die vielerorts auch in Oberösterreich gepflegt werden.
Besonders bekannt sind die Sonnwendfeiern entlang der Donau, in den Bergen und in zahlreichen Gemeinden des Mühlviertels. Die Feuer symbolisieren Licht, Wärme und Fruchtbarkeit und erinnern an die enge Verbindung zwischen Mensch und Natur. Viele Vereine und Feuerwehren organisieren rund um die Sommersonnenwende Feste, die tausende Besucher anziehen.
Die Sommersonnenwende markiert aber auch einen Wendepunkt im Jahreslauf. Ab dem 21. Juni werden die Tage wieder Schritt für Schritt kürzer. Während die Sonne rund um die Sommersonnenwende in Oberösterreich mehr als 16 Stunden lang scheint, bringt es der kürzeste Tag des Jahres, die Wintersonnenwende am 21. Dezember, auf nur etwa 8 Stunden und 20 Minuten Tageslicht. Zwischen dem längsten und dem kürzesten Tag liegen damit fast acht Stunden Unterschied.













