Endlich Sitzmöbel, die einen innerstädtischen Platz auch gestalterisch aufwerten: Am Martin-Luther-Platz zeigen die neuen Bänke, wie Qualität, Ästhetik und Funktion zusammenfinden können. Die Sitzmöbel stammen aus oberösterreichischer Produktion – mit heimischem Holz und einem durchdachten Konzept für lange Nutzung.
Eine Bank ist mehr als ein Ort der Entspannung. Sie prägt einen Platz, lädt zum Bleiben ein und entscheidet mit, ob sich öffentlicher Raum einladend anfühlt. Am neu gestalteten Martin-Luther-Platz scheint Linz das nun erfreulich ernst zu nehmen: Mit den neuen Bänken zieht endlich ein Stück zeitgemäßer Stadtgestaltung ein. Klare Linien, natürliche Materialien und eine zurückhaltende Formensprache – so können urbane Sitzmöbel aussehen – die Zeit der unsäglichen Beton-„dwellos“ (HIER und HIER) und anderer Geschmacks- und Funktionsverwirrungen sollte damit endgültig vorbei sein.

Die Kombination aus Holz und schlankem Metallgestell wirkt leicht und fügt sich gut in einen innerstädtischen Platz ein. Das Design braucht keine große Geste, es lässt der Umgebung Raum und bringt trotzdem einen eigenen Charakter mit.
Douglasie statt Beton
Zum Einsatz kommt das Modell VONDA BENG. Laut Hersteller verbindet es unbehandeltes heimisches Douglasienholz mit einem Gestell aus pulverbeschichtetem Edelstahl. Das Holz stammt aus österreichischen Wäldern, unter anderem aus Beständen der Diözese Linz. VONDA setzt damit bewusst auf regionales Holz und verzichtet auf Tropenholz. Die Douglasie beschreibt das Unternehmen als robustes, langlebiges Material für den Außenbereich.
Ein besonders vernünftiges Detail: VONDA garantiert, dass die Holzteile 20 Jahre lang nachgekauft werden können. Verschlissene Elemente lassen sich damit ersetzen, ohne gleich die gesamte Bank auszutauschen. Im Onlineshop beginnt der Preis der BENG aktuell bei 625 Euro. Länge und Zusatzausstattung beeinflussen den Preis; was Linz für die konkrete Ausführung einschließlich Lieferung und Montage bezahlt hat, geht daraus nicht hervor.

Design aus Oberösterreich
Hinter VONDA steht Gründer Peter Groiss. Das Unternehmen entwickelt Möbel für öffentliche Plätze mit dem Anspruch, eine zusammenpassende Gestaltungslinie anzubieten. Heimisches, unbehandeltes Holz, langlebiger Edelstahl und unterschiedliche Gestaltungsoptionen bilden die Grundlage. Die Sitzmöbel werden in Laakirchen in Oberösterreich hergestellt.
Am Martin-Luther-Platz passen sie zu einer umfassenderen Aufwertung: Die Stadt kündigte insgesamt sieben Sitzbänke, 15 Sessel und einen Trinkbrunnen an. Gemeinsam mit der evangelischen Pfarrgemeinde werden 20 Bäume und mehrjährige Stauden gepflanzt; rund 1.000 Quadratmeter werden entsiegelt. So entstehen neue Aufenthaltsmöglichkeiten ohne Konsumzwang.
Die neuen Bänke zeigen jedenfalls: Gute Stadtgestaltung beginnt auch bei den vermeintlich kleinen Dingen. Wer Menschen zum Verweilen einladen will, sollte ihnen Sitzmöbel bieten, die praktisch sind und dem Ort guttun. Am Martin-Luther-Platz gelingt das. Gerne mehr davon, Linz.
















