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Kickl und Haimbuchner starten in Stadl-Paura in den politischen Herbst

11. Oktober 2026
in Land, Politik
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Nicht in der Landeshauptstadt Linz, sondern in Stadl-Paura im Bezirk Wels-Land hat die oberösterreichische FPÖ am Samstag ihren politischen „Heimatherbst“ eröffnet. FPÖ-Bundesparteiobmann Herbert Kickl und Landesparteichef Manfred Haimbuchner gaben dabei bereits die Richtung für das Wahljahr 2027 vor: Die Freiheitlichen wollen bei der kommenden Landtagswahl stärkste Kraft in Oberösterreich werden.

Schauplatz des Treffens war das Festzelt am Marktplatz von Stadl-Paura. Damit wählte die FPÖ für den gemeinsamen Auftritt ihrer Bundes- und Landesspitze bewusst nicht die Landeshauptstadt Linz, sondern eine kleinere Gemeinde im Bezirk Wels-Land. Neben Kickl und Haimbuchner trat auch FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz auf.

Das Rahmenprogramm wie gewohnt „heimatlich“: Blasmusik, Bratwürstel und kostenloses Gemüse vom Bauernhof gehörten ebenso dazu wie ein Messer- und Scherenschleifer. Nach Angaben der FPÖ war das Festzelt bereits vor Beginn der politischen Reden gut gefüllt.

Haimbuchner will 2027 Platz eins
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand bereits die Landtagswahl 2027. Haimbuchner formulierte dabei ein klares Ziel: „Unser Ziel ist klar: Stärkste Kraft in Oberösterreich. Und wer die stärkste Kraft ist, der stellt den Landeshauptmann.“ Der derzeitige Landeshauptmann-Stellvertreter und Koalitionspartner der ÖVP stellte seine Rede unter das Motto „Heimat braucht Haltung“. Gleichzeitig verwies er auf die Finanz- und Wirtschaftsdaten Oberösterreichs und grenzte die Landespolitik von jener des Bundes ab.

Ein Schwerpunkt war auch die Wohnbauförderung. Haimbuchner verwies darauf, dass die neue Eigenheimförderung inzwischen auch Eigentumswohnungen umfasst. Die Zahl der entsprechenden Anträge habe sich im ersten Halbjahr verfünffacht. Deutlich wurde allerdings auch, dass die FPÖ die oberösterreichische Landtagswahl nicht ausschließlich als landespolitische Entscheidung betrachtet. Ein Wahlerfolg 2027 soll nach Vorstellung der Parteispitze auch Signalwirkung auf die Bundespolitik haben.

Erst Oberösterreich, dann Österreich: Herbert Kickl ist mit seiner FPÖ am Vormarsch. (Foto: FPOÖ)

Kickl sieht Oberösterreich als nächstes Wahlziel
FPÖ-Bundesparteiobmann Herbert Kickl knüpfte daran an. Nach dem Wahlerfolg der Freiheitlichen in der Steiermark soll nun auch in Oberösterreich Platz eins erreicht werden.

„Unser Ziel ist klar: Wir wollen den Spieß umdrehen und nach dem Vorbild der Steiermark auch in Oberösterreich stärkste Kraft werden.“

Seine Kritik richtete sich vor allem gegen die Bundesregierung aus ÖVP, SPÖ und NEOS. Dabei griff Kickl insbesondere die Themen Teuerung, Sicherheit und wirtschaftliche Entwicklung auf. Steigende Kosten bei Wohnen, Energie, Treibstoff und Lebensmitteln würden nach seiner Darstellung viele Haushalte weiterhin stark belasten. Auch die Situation heimischer Unternehmen und Arbeitsplätze bezeichnete er als problematisch. Mit Blick auf die nächste Nationalratswahl kündigte Kickl erneut das Ziel an, die derzeitige Bundesregierung abzulösen.

Wahlkampf nimmt bereits Konturen an
Der Auftritt in Stadl-Paura zeigte damit bereits deutlich, welche Bedeutung die FPÖ der oberösterreichischen Landtagswahl 2027 beimisst. Haimbuchner will seine Partei erstmals auf Platz eins führen und damit Anspruch auf das Amt des Landeshauptmanns erheben. Gleichzeitig versucht die Bundespartei, die Wahl in Oberösterreich mit der politischen Auseinandersetzung auf Bundesebene zu verknüpfen. Bemerkenswert war dabei auch die Wahl des Schauplatzes: Für den gemeinsamen Auftritt von Bundesparteichef und oberösterreichischer Parteispitze ging es nicht in die Landeshauptstadt Linz, sondern ins rund 5.000 Einwohner zählende Stadl-Paura im Bezirk Wels-Land. Der „Heimatherbst“ der FPÖ soll am 26. Oktober mit einem „Neutralitätsfest“ in Wien abgeschlossen werden.

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