Just vier Tage vor der Bürgermeister-Wahl am 8. Jänner 2025 verkündete der Linzer Bürgermeister Prammer, dass die Stadt einen möglichen Ankauf des Traditions-Gasthauses Lindbauer prüfe. Das Gasthaus Lindbauer sei ein bedeutender Teil des kulturellen und gastronomischen Erbes von Linz, so Prammer damals. Vom Ankauf ist mittlerweile keine Rede mehr. Vizebürgermeister Martin Hajart (ÖVP) fragt nun angesichts der aktuellen Berichterstattung zu den Plänen rund um ein Asia-Lokal in den Räumlichkeiten des 1904 erbauten Gasthauses, was in den letzten 15 Monaten wirklich geschehen ist.
„Der Lindbauer ist ein Traditionswirtshaus, dementsprechend soll auch in Zukunft traditionelle österreichische Küche angeboten werden. Prammer hat im Wahlkampf eine Prüfung angekündigt, dass die Stadt das Wirtshaus ankauft. Seither hat man nichts mehr gehört. Es wäre zu schade um den Lindbauer, wenn das nur eine leere Wahlkampf-Versprechung Prammers war.“ Geschätzte drei Millionen Euro könnte das 1904 erbaute Lindbauer-Haus am Urfahraner Brückenkopf kosten.
Artikel vom Jänner 2025: „Geht’s nach SPÖ-Bürgermeisterkandidaten Dietmar Prammer, soll die Stadt Linz das Traditions-Gasthaus Lindbauer beim Brückenkopf Urfahr kaufen und weiterführen,so die OÖ Krone. Das Gasthaus ist bekanntlich seit fünf Jahren geschlossen und wurde 2022 von der Kaufmann-Stiftung erworben, aber aufgrund diverser Probleme nie eröffnet.“
Der Lindbauer sei „ein wesentliches Stück der Linzer Wirtshauskultur und ein architektonisches Kulturgut“, sagt Martin Hajart. Die Liegenschaft liegt aber auch strategisch sehr gut, wenn man an die Lage an der Donau denkt – direkt neben dem Freizeitareal (Beachvolleyball, Skatepark, Fußballplatz,…) und angebunden an Radweg und Laufstrecke. Und die Lage wird sich künftig noch mehr auszahlen, wenn in der Nähe ein Öffi-Mobilitätsknoten (Regionalstadtbahn und Straßenbahn) entsteht, bei dem zahlreiche Menschen zu- und umsteigen werden.


























