Diesen Freitag öffnet (leicht verspätet) mit dem „Q27“ im 27. Stock des Quadrill-Towers in der Tabakfabrik das dritthöchste Restaurant Österreichs – und mit 109 Metern über Grund das höchste außerhalb Wiens. Auch die Speisekarte verspricht einen kulinarischen Höhenflug, allerdings ohne abgehobene Preise. Wir haben einen ersten Blick hineingeworfen.
Das Q27 ist das neue Restaurant, Bar- und Loungekonzept im 27. Stock des Arcotel Tabakfabrik Linz am Freitag, den 10. April 2026, eröffnet. Es befindet sich im Quadrill Tower, dem mit 109 Metern höchsten Gebäude Österreichs außerhalb Wiens und bietet einen 360‑Grad‑Blick über Linz und die Donau bis hinein ins Mühlviertel.
Das Konzept vereint Restaurant, Bar und Lounge in einem offenen, großzügigen Raum mit umlaufenden Panoramafenstern. Etwa 120 Sitzplätze stehen im Innenbereich zur Verfügung, ergänzt durch rund 40 Plätze auf der Terrasse, die in den wärmeren Monaten geöffnet ist. Zwei Expressaufzüge verbinden das Erdgeschoss mit dem 27. Stock, die Fahrt dauert weniger als 30 Sekunden.
Mediterranes trifft Österreich
Zur Speisekarte: Kulinarisch setzt das Q27 auf eine moderne, internationale Linie mit mediterranen und österreichischen Einflüssen.
- Für’s Gedeck sind (in dieser Kategorie durchaus übliche) sechs Euro fällig – dafür gibt’s Krustenbrot mit geschlagener Heumilchbutter und einen Amouse Bouche („Gruß aus der Küche“).
- Als Vorspeisen und „to share“ gibt’s u.a. den klassischen Caesar Salat (18.-) oder Beef Tatar (mit Dottercreme, Senfkaviar und Brioche / 21.-), aber auch Exklusives wie Hamachi Crudo – eine dünn aufgeschnittene, rohe Gelbschwanzmakrele (Hamachi) in Sashimi-Qualität, die mit Blutorange, Mandel und Estragon mariniert bzw. serviert wird (21.-).
- Spannung auf der Vorspeisenkarte verspricht auch das Jakobsmuschel Carapccio mit grünem Spargel und Amalfi Zitrone (25.-).
- Für Spanien-Liebhaber ein Vorspeisen-Muss: der Klassiker Papas Arrugadas (Kartoffeln mit Meersalzkruste und Mojo Verde / 7.-).
Bei den Hauptspeisen wartet eine kleine, aber feine Karte mit sechs Kreationen, wobei auch hier Klassiker nicht fehlen:
- Der Alt Wiener Tafelspitz mit Cremespinat, Rösterdäpfel, Marktbutter, Apfelsemmelkren und Schnittlauchsauce wird um 27 Euro kredenzt.
- Das original Wiener Schnitzel (vom Kalb, eh klar) – wahlweise mit Petersilienerdäpfel oder Erdäpfel-Vogerlsalat – gibt’s um 28 Euro.
- Interessant klingt auch die Komposition „Lammrücken & Lammpralinen“ in der Kräuterkruste (38.-).
- Fisch? Oh ja: Auf der ersten Karte stehen Pochierter Loup de Mer mit Spinatpürree, grünem & weißem Spargel sowie Kräuterschaum & Radieschen um 36 Euro oder ein Kaisergranat vom Grill (diese Langustenart gilt als „kleiner Bruder“ des Hummers und stammt aus dem Nordost-Atlantik). Preis? 60 Euro.
Überraschungsfrei und robust kommt die Dessertkarte daher: Es gibt „Q27 Tiramisu“ (11.-), Erdbeer-Topfenknödel (12.-), Sorbet & Eis (9.-) und Rahm-Kaiserschmarrn um 12 Euro.
Conclusio: Preislich hält sich die Karte angesichts der Ausnahme-Location summa summarum durchaus in Grenzen – über Service, Qualität und Geschmack berichten wir kommende Woche.



























