• 😂 „Niemand sagt URFIX!“
Monty Python hätte seine Freude gehabt: In ‚Das Leben des Brian‘ durfte man ‚Jehova’ nicht sagen – in Linz war es eine Zeit lang offenbar „Urfix“. Wie das?

Eine Privatperson hatte sich den Begriff als Wortmarke gesichert. Vizebürgermeister Martin Hajart machte dem Spuk ein Ende: Die Stadt meldete ‚Urfix’ selbst als Marke an und bekam nun vom Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) Recht.

🪨 Also liebe Linza: Ihr dürft wieder „URFIX“ sagen! Und wer es dreimal hintereinander ruft, wird nicht gesteinigt – sondern bekommt höchstens Durst auf ein Bier. 🍺😂

👉 www.linza.at/jetzt-darf-wieder-jeder-urfix-sagen/
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Total finster! Das Jahrhundert-Schauspiel von 1999

Das Naturwunder von 1999 wiederholt sich heute leider nicht

12. August 2026
in Freizeit, Linz
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Die heutige partielle Sonnenfinsternis zieht alle in ihren Bann. Viele Oberösterreicher erinnern sich aber an ein noch viel spektakuläreres Ereignis: Am 11. August 1999 zog die letzte totale Sonnenfinsternis über unser Land – und Oberösterreich lag mitten in der Totalitätszone. „Die SOFI kommt“ titelten die Medien damals. Das Zentrum verlief über den Attersee und den Traunsee, dort war es am längsten komplett dunkel. Für mehr als zwei Minuten verschwand die Sonne vollständig hinter dem Mond, es war stockdunkel – anders als heute, wo der Lichtverlust kaum wahrnehmbar sein wird. Dennoch: Es ist die stärkste Sonnenfinsternis der nächsten Jahrzehnte in Oberösterreich.

Während 1999 die Bedingungen etwa in Mondsee überraschend gut waren und die Sonnenkorona beobachtet werden konnte, hatte Linz Pech: Rund 500 Menschen warteten bei der Kepler Sternwarte auf das Jahrhundert-Schauspiel, doch ausgerechnet während der Totalität verdeckten Wolken die Sonne. Die eindrucksvolle Verdunkelung durch den vorbeiziehenden Mondschatten war dennoch deutlich zu erleben.

Die heutige Finsternis kommt diesem Erlebnis zumindest näher als alle Sonnenfinsternisse der vergangenen Jahre: In Linz werden 87,7 Prozent der Sonnenscheibe verdeckt. Eine echte totale Sonnenfinsternis wird Österreich allerdings erst wieder 2081 erleben. (HIER gibt es ein Video der Sonnenfinsternis 1999 in Gmunden)


Partielle Sonnenfinsternis in Linz: Die wichtigsten Zeiten

  • Los geht das Himmelsschauspiel am Mittwoch, 12. August, um 19:22 Uhr: Dann beginnt sich der Mond vor die Sonne zu schieben.
  • Die maximale Verfinsterung wird um 20:14 Uhr erreicht – dann sind in Linz 87,7 Prozent der Sonnenscheibe bedeckt. Die Sonne steht zu diesem Zeitpunkt allerdings nur noch rund ein Grad über dem Horizont.
  • Um 20:22 Uhr geht sie schließlich verfinstert unter. Für eine gute Sicht braucht es daher einen Standort mit möglichst völlig freiem Horizont in Richtung West-Nordwest. Bereits Bäume, Häuser oder Hügel können das Spektakel vorzeitig verdecken.
  • 19:22 Uhr: Beginn
  • 20:14 Uhr: Maximum – 87,7 % Bedeckung
  • 20:22 Uhr: Sonnenuntergang
  • Blickrichtung: West-Nordwest

Und 1999 war ein extremes Ausnahmeereignis: Die nächste totale Sonnenfinsternis über Österreich wird erst am 3. September 2081 erwartet – oder in 55 Jahren. Eine partielle Sonnenfinsternis ist keineswegs selten, in den kommenden Jahren gibt es weitere derartige Ereignisse. Eine derart starke Magnitude wie 2026 wird es aber in absehbarer Zeit nicht geben.

Das Spannende im Vergleich von 1999 zur partiellen Finsternis heute: Vor 27 Jahren wurden in Oberösterreich tatsächlich 100 Prozent der Sonne verdeckt. Heute werden es im Raum Linz knapp 90 Prozent sein. Das klingt nach einem kleinen Unterschied, ist optisch aber gewaltig: Eine 90-prozentige partielle Finsternis ist vom Helligkeitsunterschied kaum erkennbar und nur mit einer Schutzbrille mit einem direkten Blick in die Sonne zu sehen.


Kommentar
Ich kann mich noch gut an 1999, an die letzte totale Sonnenfinsternis über Österreich, erinnern. Für Linz war bedecktes Wetter angesagt, also rein zum Traunsee und rauf auf den Traunstein. Gut zwei Stunden bevor es losging, saß ich neben dem Gipfel in der Wiese und wartete. Der Traunstein hatte jedoch seinen charakteristischen (Wolken-)Hut auf, Himmel und Sonne waren nicht zu sehen, während drüben in Gmunden die Sonne strahlte.

Jetzt hieß es schnell sein – in jeder Hinsicht: Ich packte meine Decke zusammen und stieg so schnell es ging über die Mairalm ab. Und ich schaffte es tatsächlich noch rüber nach Gmunden: Fünf Minuten bevor das Spektakel losging, stand ich am Rathausplatz, inklusive meiner „Sonnenfinsternisbrille“, die tags zuvor der Kronen Zeitung beigelegen war.

Es war ein gespenstisches Erlebnis: Erst wurde der Himmel gelblich-ockerfarben, das Licht immer fahler. Und erst als das letzte Stückerl der Sonne vom Mond verdeckt war, wurde das Sonnenlicht schlagartig ausgeknipst. Eine Mischung aus Jubel, Schauer und Gänsehautstimmung erfüllte über zwei Minuten lang den knackevollen Platz, ehe das Sonnenlicht genauso schnell, wie auf Knopfdruck, wieder zurückkehrte. Ein absoluter Lifetime-Moment, der sich in Österreich leider erst 2081 wiederholen wird.

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