Mittwoch, Mai 6, 2026
    LINZA!
    • Home
    • Linz
    • Land
    • Politik
    • Sport
    • Freizeit
    • Meinung
    • Unterwegs
    • Events
    • Galerie
    • ePaper
    • Umfrage der Woche
    No Result
    View All Result
    • Home
    • Linz
    • Land
    • Politik
    • Sport
    • Freizeit
    • Meinung
    • Unterwegs
    • Events
    • Galerie
    • ePaper
    • Umfrage der Woche
    No Result
    View All Result
    LINZA!
    No Result
    View All Result

    Den Linzer Maibaum gibt’s erst seit 1976 dauerhaft

    6. Dezember 2024
    in Freizeit
    0
    SHARES
    75
    VIEWS
    Share on Facebook

    2020 gab’s Corona-bedingt keinen, 2021 kam er aus Neumarkt im Mühlkreis, wurde gefladert und danach nicht vom Bürgermeister ausgelöst. Heuer kommt das Fichterl aus Altenberg. Man darf gespannt sein, ob in der relativ komplizierten Linzer Maibaumhistorie ein weiterer amüsanter Akt dazukommt. Für alle potenziellen Langfinger: Wir haben die Regeln zum ordnungsgemäßen Stehlen.

    Beim Stehlen gilt grundsätzlich: „Der Maibaum muss ohne technische Hilfe, also händisch aufgestellt werden. An den ersten und letzten drei Tagen darf der Maibaum gestohlen werden. Der Maibaum darf nicht umgesägt werden, sondern muss in seiner ganzen Länge entfernt werden.“ Aber dazu später mehr.

    Maibäume sind bereits seit dem 13. Jahrhundert urkundlich belegt: Man verband ihn mit der Vertreibung böser Geister, Lob und Rüge für die Mädchen im Dorfe und Ehrenbezeigung für verdiente regionale Persönlichkeiten. Doch eigentlich war der Maibaum einst ein Hexenbaum. Bei den Hexenverfolgern des 17. Jahrhunderts, die besonders in der Walpurgisnacht vom 30. April zum 1. Mai die Umtriebe der bösen Geister vermuteten, war der Maibaum ein starkes Symbol. Der Stamm des Baumes musste dabei sorgfältig abgeschält sein, damit die „Hexen sich nicht unter der Rinde festsetzen“ können. Das war auch der Hauptgrund, weshalb das Maibaumsetzen von den Aufklärern des 18. Jahrhunderts oftmals verboten wurde. Auch in Linz war das Maibaumaufstellen seit 1733 untersagt.

    Erst rund um die 1848er Revolution wurden in Österreich wieder Maibäume aufgestellt, man nannte sie „Freiheitsbäume“. Sie wurden zum Symbol demokratischer Kräfte, nachdem die feudale Grundherrschaft mehr und mehr überwunden wurde. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wandelte sich der Maibaum-Kult immer mehr zum Zeichen von deutschnationalem Volkstum und nordischen Heidentum. Da war der Sprung nicht weit, dass sich die Nationalsozialisten diesen Brauch und seine Geschichte aneigneten.

    Ziemlich fies: Der Linzer Maibaum kann dank einer kistenartigen Verkleidung seit einigen Jahren nicht regelkonform (ohne Umschneiden oder Beschädigungen) aus der Verankerung herausgefladert werden.

    So kam es, dass 1938 auch am Linzer Hauptplatz ein geschmückter Maibaum aufgestellt wurde. Das war auch der Grund, warum selbst lange nach der Kriegszeit im Maibaum-Brauchtum ein antiquiertes, „rechtes“ Gedankengut gesehen wurde. Erst 1976 überwand man dieses Denken und der Hauptplatz wurde wieder von einem Maibaum geschmückt.

    Die OÖ Landjugend hat die jeweiligen Regeln aufgelistet. In Linz ist das regelkonforme Maibaumfladern übrigens (fast) unmöglich, weil vor einigen Jahren extra eine Art Schutzmechanismus rund um den Maibaum gebaut wurde. Grundsätzlich gelten folgende Vorschriften beim Baumfladern:

    1. Es gilt der Vertrauensgrundsatz: Die Gruppe, die einen Maibaum aufstellt, kann davon ausgehen, dass sich Maibaumdiebe an den jeweiligen Lokalbrauch halten. Diese lokalen Regeln sind mündlich überliefert und unter www.ooelandjugend.at (Schwerpunkte, Kultur- und Brauchtum, Maibaumlandkarte) zu den einzelnen Gemeinden oder Städten abrufbar.

    2. Sorgfalt beim Stehlen: Beschädigungen von Tafeln, Kränzen oder anderem Zubehör sind zu vermeiden. Sollte dies doch der Fall sein, ist Ersatz zu leisten.

    Gestohlen werden darf nur der Maibaum und kein Zubehör. Auch das Zerstören des Baumes, etwa durch Zersägen des Stammes für den leichteren Abtransport, ist verboten. Dies fällt nicht unter Brauchtum und kann zu einer Anzeige wegen Sachbeschädigung führen.

    3. Keine Polizei: Auf keinen Fall wird die Polizei eingeschaltet, Maibaumdiebstahl ist Brauchtum und unterliegt den jeweiligen Brauchtumsregeln. Kommt es aber zu Gewaltaktionen oder erheblichen Sachbeschädigungen, sollte die Polizei eingeschaltet werden, denn dann handelt es sich nicht mehr um Brauchtum.

    4. Auslösen des Maibaums bei erfolgreichem Diebstahl: Entsprechend der Tradition wird der Baum mit Getränken und/oder einer Jause für die erfolgreichen Diebe ausgelöst, wobei letztlich das Verhandlungsgeschick beider Parteien entscheidet. Auch hier gilt aber der jeweilige Lokalbrauch.

    5. Meinungsverschiedenheiten gütlich austragen: Kommt es zu Meinungsverschiedenheiten, sind diese entsprechend den Möglichkeiten rund um das Maibaum-Brauchtum auszutragen: etwa in einem spaßhaften Schauprozess, einem gemeinsamen Versöhnungsessen oder gegenseitigen Besuchen von Abordnungen der jeweiligen Gemeinden. Der Phantasie und dem guten Willen sind hier keine Grenzen gesetzt, wobei immer das Brauchtum und die Geselligkeit im Vordergrund stehen sollte.

    Previous Post

    Gefährden zögerliche Entscheidungen den blau-weißen Aufstieg in die Bundesliga?

    Next Post

    „Süd-Offensive“ in der Linzer ÖVP

    Next Post

    "Süd-Offensive" in der Linzer ÖVP

    • Meistgelesen
    • Comments
    • Neueste

    Linz bleibt (weiter) Open Air!

    4. Mai 2026
    Screenshot

    Urfahraner Frühjahrsmarkt: FÜNF neue Fahrgeschäfte!

    23. April 2026

    Der 52. Linzer Maibaum kommt aus St. Agatha

    27. April 2026

    Jahrmarkt: Preise bleiben gleich!

    27. April 2025

    Invasive Pflanzen auch in Linz auf dem Vormarsch

    Am Sonntag kommt der Meisterteller nach Linz!

    Linz bleibt (weiter) Open Air!

    Eintrittspreise in Linzer Freibädern steigen

    Invasive Pflanzen auch in Linz auf dem Vormarsch

    6. Mai 2026

    Umfrage der Woche: Was schenken Sie zum Muttertag 2026?

    6. Mai 2026
    Screenshot

    Best of Integration

    5. Mai 2026
    Screenshot

    10 MINUTEN LINZ

    5. Mai 2026

    LINZA auf Facebook

    Loading...

    Schlagwörter

    altstadt baier bim blauweiss blauweiss linz blau weiss linz blue danube airport donau donau linz donauparkstadion ebelsberg eisenbahnbrücke flughafen flughafen linz Flüchtlinge forsterleitner fpö franz zeiger gemeinderat grüne Gugl haimbuchner höhenrausch kunesch Landstraße lask LINZ linz ag linz linien luger NEOS posthof potocnik pöstlingberg pühringer rathaus remembar schobesberger spö stadion straßenbahn tabakfabrik wimmer zeiger övp

    Kontakt

    Am Alten Feldweg 4
    4040 Linz
    Österreich
    holzleitner(at)linza.at

    Das LINZA stadtmagazin erscheint online täglich frisch auf www.linza.at und etwa alle zwei Monate als Print- und pdf-Magazin. Wir sind LINZA!

    Neueste Beiträge

    • Invasive Pflanzen auch in Linz auf dem Vormarsch
    • Umfrage der Woche: Was schenken Sie zum Muttertag 2026?
    • Best of Integration

    Nach Kategorie durchsuchen

    • Allgemein
    • Events
    • Freizeit
    • Galerie
    • Klima
    • Kultur
    • Land
    • Linz
    • LINZAgschichten
    • Meinung
    • Politik
    • Sport
    • Umfrage
    • Unterwegs
    • verQUERt I Satire
    • Wels
    • Downloadbereich
    • Datenschutz
    • Impressum
    • Kontakt

    © 2025 wilson holz I Wilhelm

    No Result
    View All Result
    • Home
    • Linz
    • Land
    • Politik
    • Sport
    • Freizeit
    • Meinung
    • Unterwegs
    • Events
    • Galerie
    • ePaper
    • Umfrage der Woche

    © 2025 wilson holz I Wilhelm