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Manch andere Gemeinden kämpfen bereits mit der Wasserversorgung, in Linz ist jedoch alles im grünen Bereich: Aktuell fördert die Linz AG rund 74 Millionen Liter Trinkwasser täglich (statt wie gewöhnlich etwa 65 Millionen Liter). Technisch möglich wären sogar bis zu 130 Millionen Liter pro Tag.

💧 Woher kommt eigentlich das Linzer Trinkwasser?
Aus dem Wasserhahn fließt echtes Naturprodukt: Das Linzer Trinkwasser stammt fast ausschließlich aus Grundwasser und zählt zu den hochwertigsten Österreichs.
✅ Die wichtigste Quelle ist das Schutzwasserwerk Scharlinz, wo mehrere Tiefbrunnen Wasser aus dem riesigen Grundwasserkörper der Traun-Enns-Platte fördern.
✅ Das Wasserwerk Heilham versorgt vor allem den Norden von Linz und dient zusätzlich als wichtige Reserve.
✅ Für den Ernstfall sorgen Verbindungsleitungen zu benachbarten Wasserversorgern – damit die Versorgung auch bei Störungen gesichert bleibt.
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Na dann wähl‘ ma halt am Klo und im Ruderleiberl

27. November 2021
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Der aktuelle Kommentar von LINZA–Chefredakteur Wilhelm Holzleitner zur Forderung, die Schwelle, wählen zugehen, weiter zu senken, um die miserable Wahlbeteiligung zu erhöhen.

Was war denn da los? Da wird nur alle sechs Jahre gewählt, die Briefwahl macht man zum massentauglichen, völlig unkomplizierten Akt, Wahlcontainer werden bereits vier Wochen vor dem 26.9. aufgestellt, um die Schwelle zum Wählen quasi auf Null zu senken… und trotzdem zeigen die Wähler der Politik den Mittelfinger: Von knapp 153.000 wahlberechtigten Linzern wählten gerade mal 87.792 – oder 57,5%. So kam es, dass sogar die Wahlsieger SPÖ und Grüne, die beide an Prozenten zulegten, massiv Wähler einbüßten. Bei der Luger-Partei waren es fast 3.000 Stimmen weniger, bei den Grünen 853. An den fehlenden Alternativen lag es nicht: Gleich elf Gruppierungen traten heuer an. Dass Wahlen im Jahr 2021 kaum noch was zählen, hat neben der Polit-Müdigkeit eventuell auch noch ganz andere Gründe: Etwa, dass das immer inflationärere Handhaben der Briefwahl den grundsätzlichen Wert und die Bedeutung des Wählens immer weiter marginalisiert. 

Vor noch gar nicht langer Zeit war der Urnengang am Wahltag noch ein ganz besonderesr Akt, ein Ereignis. Ein Ereignis des Mitentscheidens, des Mitbestimmens, des „Gefragtwerdens“ in einem würdigen Rahmen. Heute werden Wahlen durch das online Ausfüllen eines Anforderungsformulars und dem Kreuzerlmachen auf einem zugeschickten Zettel erledigt, paralleles Kratzen am Allerwertesten oder Fernsehen im Ruderleiberl auf der Couch sind möglich. Wählen wurde zur Belanglosigkeit degradiert, die kaum noch jemanden juckt.

Gegenvorschlag: Liebe Politiker, denkt lieber mal nach, warum keiner mehr wählen geht. Und wer da wirklich Schuld hat an dieser Entwicklung. An den fehlenden Möglichkeiten der Stimmabgabe liegt es sicher nicht. Die Schwelle, zumindest mittels Briefwahl teilzunehmen liegt mittlerweile einen Meter unter dem Straßenniveau, ein weiteres Absenken wäre unterirdisch.

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