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Römische Tonwarenfabrik und antiker Brunnen aus dem 2. Jhd.n.Chr.: Sensationsfund am Kasernengelände Ebelsberg

6. Dezember 2024
in Linz
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LINZA EXKLUSIV! Hochinteressanter archäologischer Fund im Linzer Süden: Im Zuge der Vorarbeiten für die Bebauung des Kasernengeländes Ebelsberg wurden Massen an Tonscherben entdeckt, die von einer großen Töpferei aus der frühen Römerzeit aus dem 2. Jhd.n.Chr. stammen. Im Zentrum der archäologischen Arbeiten steht dabei ein 18 Meter tiefer Brunnenschacht, der vor fast 2.000 Jahren mit Tonscherben verfüllt wurde. Auch bislang unentdeckte Reste einer römischen Siedlung könnten noch unter der Oberfläche schlummern.

Der Raum Ebelsberg galt, was die Römerzeit betrifft, bislang eher als unauffällig. Lediglich Reste eines Römischen Töpferofens mit zwei Brennkammern wurden im Jahr 1938 beim Bau der Wehrmachtskaserne gefunden und in einer groben Skizze festgehalten. Dieser Ofen aus der Römerzeit (etwa 170 n.Chr.) befand sich bei der jetzigen Kaserneneinfahrt. Im Zuge von Grabungsarbeiten stieß man nun, gut 100 Meter weiter nordwestlich, auf einen antiken Brunnenschacht, der bis in 18 Meter Tiefe reicht – dort, wo der Lössboden endet und die Schotterschicht beginnt. 

Archäologiegehilfe Rudi Reitberger beim Bergen der reichhaltigen römischen Keramikfunde am Kasernengelände Ebelsberg.

Dieser einst holzverkleidete Brunnen dürfte bereits zur Römerzeit nicht mehr in Betrieb gewesen sein, da er mit römischen Tonscherben – durchwegs Ausschussware – zugeschüttet war. Der Grund: Damals gab es noch keine adäquaten Mittel zur Messung der Brenntemperaratur, daher war es schwierig, Keramik in bester Qualität zu brennen. Entsprechend groß waren die Fehlbrände und der Ausschuss, der quasi im Brunnenschacht entsorgt wurde. 

Diese unbrauchbaren Tonprodukte aus dem ausgehenden 2. Jahrhundert n.Chr. – großteils in hervorragender Qualität erhalten – wurden nun bis zu einer Tiefe von sechs Metern geborgen und in weiterer Folge archäologisch untersucht. Ersten Ergebnissen zufolge dürfte es sich um Massenware für den Haushalt handeln. Es wurden aber auch hochwertig bemalte und mit Verzierungen versehene Tonscherben gefunden.

Die verwendete Tonerde dürfte aus Ebelsberg stammen, dazu wird es aber noch weiterführender Untersuchungen bedürfen. Offen ist auch noch, warum diese relativ große Fabrik einst hier im absoluten Niemandsland weit fernab der römischen Siedlungen Lentia (Linz) und Lauriacum (Enns) errichtet wurde.

Wie aus dem Bilderbuch: Der verfüllte antike Brunnenschacht im Querschnitt.

„Gut möglich, dass wir im Zug der weiteren Grabungsarbeiten auch noch auf Reste von größeren Siedlungen stoßen – etwa unter der Hauptstraße der Kaserne“, sagt Archäologe Heinz Gruber vom Bundesdenkmalamt.

Dass in Ebelsberg bereits um 170 n.Chr. viele Menschen lebten, beweisen die ebenfalls gesicherten, unzähligen Knochenfunde von Pferden und Kühen – vermutlich Speiseabfälle, möglicherweise auch aus der Küche der Tonfabrik.

Ebenfalls unter den Fundstücken: Tierknochen – vermutlich Speise- und Küchenabfälle aus der Tonfabrik.

„Um das Andenken an die Geschichte der Kaserne Ebelsberg, aber auch der aktuellen Funde aus der Römerzeit zu bewahren, ist bei der Bebauung des Geländes an ein eigenes Museum gedacht“, sagt Christian Mitterhauser, Vorstand der WSF-Privatstiftung, die das 17 Hektar große Areal im Jahr 2016 um 41 Millionen Euro gekauft hat. In den nächsten Jahren soll hier bekanntlich das „Quartier Ebelsberg“ mit bis zu 3.000 Wohnungen entstehen.

Die Ausgrabungsstätte im Eingangsbereich der Kaserne Ebelsberg.


„Eines der ehemaligen Kasernengebäude wird im kompletten Urzustand wiederhergestellt und erhalten, um ein entsprechendes Andenken zu bewahren. Alles erfolgt in engster Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt, damit die Geschichte des Geländes für Besucher, Bewohner und Interessierte erlebbar bleibt“, so Stiftungsvorstand Georg Starhemberg Über die weiteren Pläne.

Beim Bergen der Funde: Archäologie ist auch körperliche Schwerarbeit.
Tausende Ebelsberger Tonscherben aus der frühen Römerzeit wurden in den letzten Wochen geborgen.
Auf den fast 2.000 Jahre alten Scherben finden sich auch Ornamente und Bemalungen.
Die Qualität der Fundstücke beeindruckt die Archäologen.

Foros: BDA / Holzleitner

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