• Wieder mal kein großer Wurf: Statt die seit zehn Jahren versprochenen Entsiegelung des Jahrmarktgeländes anzugehen, wird bei der größten Hitzeinsel der Stadt noch mehr versiegelt und betoniert: Sitzstufen am letzten vor Ort bestehenden Grünstreifen und eine Aussichtsplattform – die allerdings ebenerdig mit dem Gehweg gestaltet wird, sollen nun um knapp zwei Millionen Euro realisiert werden: Das hat der Linzer Stadtsenat heute beschlossen.

Die Bauarbeiten starten nach dem Herbstmarkt am 19. Oktober. Bis zum Frühjahrsmarkt 2027 soll die Umgestaltung abgeschlossen sein.
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„1,9 Millionen für Impfkampagne wäre für notleidende Linzer besser eingesetzt“

4. Juli 2022
in Linz, Politik
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75 Millionen hat der Bund an die österreichischen Gemeinden überwiesen. Grund für den Geldregen: Die Kommunen sollen damit Inserate für regionale Impfkampagnen schalten. Die Stadt Linz bekam 1,9 Millionen Euro aufs Konto. Stadtrat Michael Raml (FPÖ) hat eine andere Idee statt einer weiteren Impfkampagne: „Mit den 1,9 Millionen vom Bund sollten wir statt der Bewerbung der Corona-Impfung den Linzer Solidaritätsfonds wieder aktiviert und befüllen. Vielen Linzern könnte damit unbürokratisch geholfen werden.“ 

Fast zwei Millionen Euro kamen vom Bund für eine weitere Impfkampagne in Linz, die in Impf-Plakate, Flyer, Inserate und Werbespots investiert werden sollen. „Dabei wissen viele Menschen aktuell nicht mehr, wie sie mit ihrem Einkommen über die Runden kommen. Längst hat die Teuerung auch die Mittelschicht erreicht und es ist noch längst nicht das Ende der Fahnenstange erreicht“, sagt Gesundheitsstadtrat Michael Raml.

Die Stadt müsste den Betrag laut derzeitigen bundesgesetzlichen Vorgaben bis 31.12.2022 ausgeben oder zurückzahlen. Raml will sich in Wien dafür einsetzen, dass es der Bund es den Gemeinden ermöglicht, dieses Geld für Maßnahmen gegen die Teuerung zu verwenden. „Ich halte das für viel angebrachter, als so viel Geld für Werbeplakate und Inserate auszugeben. Die Bundesregierung hat schon viel zu viele Millionen für fragwürdige Werbekampagnen ausgegeben,“ so Raml.

Dass man mit dem Geld etwas bewegen kann, beweist ein einfaches Rechenbeispiel: Mit 1,9 Mio. Euro könnte man jedem Linzer etwa zehn Euro aufs Konto überweisen.

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