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„Frische Rasur wäre ideal“: Linzer Nordico-Museum lädt zur ‚Vulva Abdruck Session‘

6. Dezember 2024
in Freizeit, Linz
A naked girl holds a grapefruit symbol of the vagina in her hands. Intimate rejuvenation and epilation of the bikini area.

A naked girl holds a grapefruit symbol of the vagina in her hands. Intimate rejuvenation and epilation of the bikini area.

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Eine ungewöhnliche Schau läuft derzeit im stadteigenen Linzer Nordico Museum: Mit „What the Fem*?“ stellt sich das Haus einer Aus­ein­an­der­set­zung mit dem The­ma Feminismus. Am Programm stehen auch zwei Workshops, bei denen sich die Teilnehmerinnen einen 11cm großen 3D-Abdruck ihrer Vulven anfertigen und mit nach Hause nehmen können.

Feminismus: Ein Wort, über das hitzig diskutiert wird und auch ein Begriff, der polarisiert. Die bis Ende Mai laufende Nordico-Ausstellung „What the Fem*?“ ist ein Angebot, sich mit all den Begriff Feminismus umfassenden Themen auseinanderzusetzen, sich einzufühlen, neue Perspektiven einzunehmen, aber auch sich auszudrücken, in Dialog zu gehen, Fragen zu stellen, Antworten zu finden und neue Fragen zu stellen. Die Ausstellung vereint dabei Historisches mit neuen künstlerischen Positionen.

Bis 28. Mai läuft im Nordico noch die Ausstellung „What the Fem*?“ (Foto: Violetta Wakolbinger)

Zu Ausstellungsbeginn Ende November blieben einzelne Wandbereich leer. Bis Ende Mai sollen diese Leerstellen durch einen Prozess gemeinsam mit dem Publikum und eingeladenen Künstlern bzw. Aktivisten befüllt werden – etwa mithilfe der in Wien leben­den Künst­le­rin Glo­ria Dim­mel – sie pro­du­ziert und sam­melt seit 2017 Gips­ab­drü­cke von Vul­ven. Was als Selbst­ver­such begann, ist über die Jah­re gewach­sen.
Bis­lang haben hun­der­te „Men­schen mit Vul­va“ an ihren Work­shops teil­ge­nom­men, wo sie dazu ein­ge­la­den sind, gemein­sam nackt Gedan­ken zu Sexua­li­tät, Geschlech­ter­gleich­heit, Unge­rech­tig­kei­ten und dem gewalt­sa­men Ein­fluss von genorm­ten Kör­per­bil­dern und Schön­heits­idea­len auszutauschen.

„Frische Rasur wäre ideal“
Am 3. März steigen zwei je zweistündige, von Gloria Dimmel geleitete Vulven-Abdruck-Seminare – Kostenpunkt: 85 Euro (HIER kann man sich anmelden). Am Ende darf man sich eine selbstproduzierte, etwa 11cm runde und bis zu 5cm hohe Vulva-Replica mit nach Hausen nehmen.
Zur Teilnahme gilt es, spezielle „Hinweise zum Ablauf“ zu beachten. So heißt es etwa, „eine frische Rasur“ wäre ideal, auch während der „Tage“ sei eine Teilnahme möglich: „Falls du wäh­rend des Abdrucks men­stru­ierst, ist das kein Pro­blem, solan­ge alles dicht ist und kei­ne Blut­res­te an der Vul­va kle­ben und du dich nicht unwohl fühlst.“

Teilnahmebedingungen am Vulva-Abdruck-Seminar:

  1. Alle Per­so­nen mit Vul­va welcome.
  2. Im Fal­le einer Absa­ge dei­ner­seits, bit­te unbe­dingt zeit­ge­recht zu infor­mie­ren, damit jemand anders den Platz bekommt.
  3. Rela­tiv fri­sche Rasur wäre ide­al, wobei Venus­hü­gel behaart blei­ben kann (falls abso­lu­te Nicht-Bereit­schaft zum Rasie­ren vor­han­den, kön­nen wir auch mit ganz viel Vase­li­ne arbei­ten). Pier­cings kön­nen drin­nen gelas­sen werden.
  4. Falls du wäh­rend des Abdrucks men­stru­ierst, ist das kein Pro­blem, solan­ge alles dicht ist und kei­ne Blut­res­te an der Vul­va kle­ben und du dich nicht unwohl fühlst.
  5. Der Abfor­mungs­pro­zess geschieht in einem geschütz­ten Raum im Nordico. Je nach dei­nem Befin­den etwas abge­son­dert mit mir oder im Bei­sein der ande­ren Teil­neh­men­den, was oft sehr lus­tig und auch irgend­wie ange­nehm sein kann, sehr coo­le Gesprä­che und so :).
  6. Zum Abfor­men ver­wen­den wir Kör­per­ab­form­mas­se (Algi­nat – wie in der Zahn­tech­nik), die ihr selbst auf­tra­gen wer­det, wäh­rend Glo­ria euch alles erklärt. Nach dem Abfor­mungs­pro­zess kannst du dich mit Feucht­tü­chern rei­ni­gen, eine Toi­let­te ist direkt neben dem Raum zugänglich.
  7. Die Abdrü­cke macht Glo­ria nach der Ses­si­on fer­tig – die­se kön­nen ent­we­der ver­packt im Nordico abge­holt oder auf Wunsch pos­ta­lisch zuge­stellt werden.
  8. Bit­te Hand­tuch mitnehmen.

Das gesamte „What the Fem*?“-Programm gibt’s online -> HIER.

What the Fem*?
Feministische Perspektiven 1950 bis heute.
Nordico Stadtmuseum Linz
Simon-Wiesenthal-Platz 1, 4020 Linz / bis 28. Mai 2023

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