• Wieder mal kein großer Wurf: Statt die seit zehn Jahren versprochenen Entsiegelung des Jahrmarktgeländes anzugehen, wird bei der größten Hitzeinsel der Stadt noch mehr versiegelt und betoniert: Sitzstufen am letzten vor Ort bestehenden Grünstreifen und eine Aussichtsplattform – die allerdings ebenerdig mit dem Gehweg gestaltet wird, sollen nun um knapp zwei Millionen Euro realisiert werden: Das hat der Linzer Stadtsenat heute beschlossen.

Die Bauarbeiten starten nach dem Herbstmarkt am 19. Oktober. Bis zum Frühjahrsmarkt 2027 soll die Umgestaltung abgeschlossen sein.
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Wie politische Expertise den Linz Airport weiter in den Abgrund treibt

Auch die Grünen präsentieren nun Ideen, wie man den Linzer Flughafen retten kann

15. August 2025
in Freizeit, Land, Linz
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In der Luftfahrt ist es so wie im Fußball: Da gibt es in Österreich offensichtlich 9 Millionen Experten. Jetzt melden sich auch die Grünen zu Wort, wie man den von Finanznöten gebeutelten Linz Airport retten kann.

“Damit der Flughafen zumindest finanziell wieder ruhigeren Zeiten entgegensteuern kann, erneuern die Grünen ihren Vorschlag, dass der Airport einen Teil seiner mehr als 2.000 Parkplätze verkauft, um Betriebsansiedelungen zu ermöglichen“, empfiehlt ein bis dato völlig unauffälliger grüner Gemeinderat Michael Svoboda per Aussendung.

„Gleichzeitig würden dadurch bereits versiegelte Flächen mit guter Anbindung sinnvoll genutzt und der Flughafen dringend benötigtes Geld erhalten, für das nicht die Steuerzahler aufkommen müssen“, so Svoboda weiter.

Die Idee ist zu kurz gedacht: Es wäre ein sinnloser Einmal-Effekt, der nichts an der grundsätzlichen Misere des Airports ändern würde – im Gegenteil: Werden dort Parkplätze abgebaut, entfällt eine wichtige Einnahmequelle für alle Zeiten.

Das eigentliche Problem des Flughafen ist die Eigentümer-Struktur, das Unternehmen steht zu 100 % im Besitz von Stadt und Land und damit der Politik samt den dortigen „Experten“. Das lähmt seit vielen Jahren ein Weiterkommen.

Jahrelang wurden Gewinne abgeschöpft statt investiert, wurde der Flughafen zu fragwürdigen Sponsorings für Fußball und andere Dinge verpflichtet. Dieses Geld fehlt jetzt an allen Ecken und Enden. Auch wichtige Personalentscheidungen wie jene des Flughafensdirektors werden von der Politik getroffen bzw. entscheidend mitbestimmt.

Zumindest ein teilweiser Verkauf des Airports an private Betreiber würde frischen Wind, neues Denken und vor allem neue  Entscheidungsstrukturen, die es unbedingt braucht, einbringen. Doch davor schreckt die Politik zurück, weil man um Einfluss und einen willkommenen Selbstbedienungsladen fürchtet. Stadt und Land sollen sich um ihre Kernaufgaben kümmern, der Betrieb eines seit vielen Jahren schwächelnden Flughafens gehört mit Sicherheit nicht dazu.

 

Titelfoto: Linz Airport

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