Die traditionelle Weihnachtsbeleuchtung in der Linzer Innenstadt steht vor dem Aus. Nach mehr als 30 Jahren Dienstzeit sind die alten Glitzerkugeln und die berühmte Engerl technisch und optisch am Ende ihrer Lebensdauer angelangt. Die Stadt Linz plant daher eine umfassende Neugestaltung unter dem Titel „Winterbeleuchtung neu“ – mit einem Gesamtvolumen von rund zwei Millionen Euro. Bereits 2027 soll die neue Beleuchtung hängen.
Vielen wird sie fehlen: die Linzer Weihnachtbeleuchtung mit ihren bunten Kugeln und dem großen Engel auf der Nibelungenbrücke. Als „Donauschaum-Lichtertraum“ bezeichnet, wurde diese von der Meisterklasse für Bühnenbild des Mozarteums in Salzburg gestaltet. Seit 1993 prägen die pausbäckigen Engerl die Linzer Innenstadt. Das Konzept beinhaltet Engelsfiguren, die als „Donauschaum“ bezeichnete bunte Blasen über die Landstraße blasen.

Bislang verursacht allein der jährliche Auf- und Abbau der bestehenden Beleuchtung Kosten in Höhe von fast 400.000 Euro. Hinzu kommen die hohen Unterhalts- und Energieaufwendungen für die veraltete Anlage. Die Stadt sieht in der Erneuerung die Chance, nicht nur Geld zu sparen, sondern vor allem die Innenstadt in der dunklen Jahreszeit attraktiver zu gestalten und den stationären Handel nachhaltig zu stärken.
Ganzjährige Nutzung und ökologische Innovation im Fokus
Die neue Beleuchtung soll nicht nur im Advent leuchten, sondern ganzjährig einsetzbar sein – etwa für Veranstaltungen, Events oder als stimmungsvolle Stadtillumination. Ein Fokus wird auf Innovation, Ökologie (energiesparende LED-Technik) und ein modernes, zeitgemäßes Design gelegt.
Dynamisches Vergabeverfahren mit Jury-Entscheidung
Um möglichst kreative und wirtschaftlich sinnvolle Lösungen zu erhalten, setzt die Stadt auf ein dynamisches Vergabeverfahren. Künstlerische Konzepte und technische Machbarkeit werden gleichberechtigt bewertet. Eine unabhängige Jury wählt das Siegerprojekt aus, das anschließend dem Gemeinderat zur endgültigen Beschlussfassung vorgelegt wird.
Kosten auf drei Jahre verteilt
Der Gemeinderat hat bereits die grundsätzliche Genehmigung des Projekts und die Vergabe der Planungs- und Prozessbegleitung beschlossen. Der Kostenrahmen gliedert sich wie folgt:
- Prozessbegleitung und Planung: max. 136.233,60 Euro
- Preisgelder für die besten Ideen: max. 37.800 Euro
- Produktion und Umsetzung der neuen Beleuchtung: max. 1.800.000 Euro (verteilt auf drei Jahre)
Gesamt: maximal 1.974.033,60 Euro
Ab 2027 soll es leuchten
Die Ausschreibung startet 2026. Ab der Saison 2027/2028 soll die neue Winterbeleuchtung dann erstrahlen und das Stadtbild nachhaltig verändern. Die Stadt Linz erhofft sich von dem Projekt nicht nur eine moderne, umweltfreundliche Illumination, sondern auch einen spürbaren Impuls für Handel, Tourismus und Lebensqualität in der Innenstadt.
Foto: Redaktion



























