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    Linz hat einen neuen (gastronomischen) HÖHE-Punkt

    Testbesuch im Q27, dem "höchsten" Restaurant Oberösterreichs

    16. April 2026
    in Freizeit, Linz, Unterwegs
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    Mit 109 Metern über Grund ist das Q27 Oberösterreichs höchstes Restaurant – und die Nr. 3 in Österreich. Zusätzlich gibt’s eine Sushi- und eine Cocktailbar – letztere mit direktem Panoramablick Richtung Stadtzentrum. Wir haben das Rooftop-Restaurant gleich mal getestet.

    Q27 nennt sich das neue Restaurant-, Bar- und Loungekonzept im 27. Stock des Quadrill Tower, dem mit 109  Metern höchsten Gebäude Österreichs außerhalb Wiens. Das Q27 gehört zum neuen Arcotel Tabakfabrik Linz und bietet einen 360‑Grad‑Blick über Linz und die Donau bis hinein ins Mühlviertel.

    Das neue Q27: Rundum-Panoramablick inklusive. (Fotos: LINZA stadtmagazin)

    Ausbaufähig die Atmosphäre beim Betreten der Hotellobby: Keine Bänke, keine Tische, keine Mitarbeiter, dafür ein paar Self Check In-Terminals. So schaut die neue Realität auch in vielen Vierstern-Hotels auch in Linz mittlerweile aus. Als Gast erwartet man sich beim Betreten eines Hotels zumindest eine persönliche Begrüßung. Zumindest beim Aufzug (der in weniger als 30 Sekunden durch bis in den 27. Stock fährt) wartet ein Mitarbeiter – ob das nur am Eröffnungstag so ist/war?

    Oben angekommen wird man sehr charmant zum (reservierten) Platz begleitet. Eine echte Wucht sind die Zweiertische direkt an den Fenstern mit entsprechendem Tiefblick. Das Idee des Lokals vereint Restaurant, Sushi- und Cocktailbar samt Lounge mit umlaufenden Panoramafenstern. 120 Sitzplätze gibt’s im Innenbereich, direkt mit Tiefblick an der Glasfassade. 40 Plätze stehen im oben offenen Wintergarten zur Verfügung, der in den wärmeren Monaten geöffnet ist und dazwischen auch als Raucherterrasse dient.

    Was (ziemlich) lange dauerte: das Getränk (wohl dem noch unrunden Serviceablauf am ersten Öffnungstag geschuldet). Beim Essen gab’s keinerlei Anlass zu Kritik bezüglich Wartezeiten.

    Mediterranes trifft Österreich
    Zur Speisekarte: Kulinarisch setzt das Q27 auf eine moderne, internationale Linie mit mediterranen und österreichischen Einflüssen.

    • Für’s Gedeck sind sechs Euro fällig (extra bestellbar)– dafür gibt’s Krustenbrot mit geschlagener Heumilchbutter und einen Amouse Bouche („Gruß aus der Küche“).
    • Als Vorspeisen gibt’s u.a. den klassischen Caesar Salat (18.-) oder herrliches Beef Tartar (mit Dottercreme, Senfkaviar und Brioche / 21.-), aber auch Exklusives wie Hamachi Crudo – eine dünn aufgeschnittene, rohe Gelbschwanzmakrele (Hamachi) in Sashimi-Qualität, die mit Blutorange, Mandel und Estragon mariniert bzw. serviert wird (21.-).
    • Etwas enttäuscht waren wir vom Jakobsmuschel Carpaccio mit grünem Spargel und Amalfi Zitrone (25.-) – eine einzige Jakobsmuschel, dünn filetiert und etwas verloren auf dem Teller platziert. Einmal Luft holen und der ohnehin mehr als überschaubare Teller war leer.
    • Etwas deplatziert auf der Vorspeisenkarte wirkt der Kanaren-Klassiker Papas Arrugadas (Runzelkartoffeln mit Meersalzkruste und Mojo Verde / 7.-), die noch dazu eiskalt serviert wurden. Warum?
    Vorspeisen: Papas Arrugadas (7.- / leider eiskalt), Beef Tartar (21.- / hervorragend) und das sehr überschaubare Jakobsmuschel Carpaccio mit grünem Spargel (28.- / Hintergrund).

    Bei den Hauptspeisen wartet eine kleine Karte mit sechs Kreationen, wobei auch hier Klassiker nicht fehlen:

    • Punkten konnte der Alt Wiener Tafelspitz mit Cremespinat (formidabel), Rösterdäpfel (schön angeröstet), Marktbutter, Apfelsemmelkren (top) und Schnittlauchsauce, der um 27 Euro kredenzt wird. Das Rindfleisch (aus dem Kochtopf serviert) war noch ein gutes Stück weg von butterzart, zudem war die mitgelieferte Marktbutter-Creme (halbflüssig in einer Schüssel) üppig portioniert und viel zu viel des Guten.
    • Das original Wiener Schnitzel (vom Kalb, eh klar) – wahlweise mit Petersilienerdäpfel oder Erdäpfel-Vogerlsalat – gibt’s um 28 Euro.
    • Interessant klingt auch die Komposition „Lammrücken & Lammpralinen“ in der Kräuterkruste (38.- / leider nicht probiert).
    • Fisch? Oh ja: Auf der ersten Karte steht etwa Pochierter Loup de Mer mit Spinatpürree, grünem & weißem Spargel sowie Kräuterschaum & Radieschen um 36 Euro. Urteil unserer Testerin: Der Wolfsbarsch fast zu gut durch, die (relativ großen) grünen und weißen Spargelstangen floppten geschmacklich, wurden leider ohne mit zu wenig Salz und etwas zu lange gegart.
    • Ebenfalls auf der Karte: Languste mit Miso-Aubergine, Mango, Maracuja und und Reiscrunch (60.-).
    Getestet: Pochierter Loup de Mer mit Spinatpürree, grünem & weißem Spargel sowie Kräuterschaum & Radieschen um 36 Euro.

    Überraschungsfrei und robust die Dessertkarte: Es gibt „Q27 Tiramisu“ (11.-), Erdbeer-Topfenknödel (12.-), Sorbet & Eis (9.-) und Rahm-Kaiserschmarrn um 12 Euro.

    Conclusio: Preislich hält sich die Karte angesichts der Ausnahme-Location summa summarum in (allerdings oberen) Grenzen – der Service war freundlich und sehr bemüht, auch wenn da und dort Wartezeiten auftraten und die Nachfrage bei leeren Gläsern auf sich warten ließ – vertretbar am ersten Öffnungstag.

    Ebenfalls relativ fair: die Getränkepreise (u.a. Spritzer um 5,50 Euro, die 075l Flasche Mineral um 6,50.-). Wir bezahlten in Summe 128 Euro für Vor- und Hauptspeise plus Getränken (exkl. moderate Parkgebühren in der Tiefgarage (3 Euro/Stunde bis 19:30 Uhr, danach moderate 2,40/Stunde, Nachtschwärmertarif von 18 bis 02 Uhr maximal 6,50). Was wir uns gewünscht hätten: Stoffservietten in diesem doch gehobenen Umfeld…

    LINZA FAZIT: Wir kommen gerne wieder und vergeben (ausbaufähige) 7 von 10 LINZA-Punkten.

     

     

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