Mit Silverstar Railways kündigt sich ab 2027 ein neuer Anbieter im österreichischen Personenverkehr an. Besonders OÖ könnte von der geplanten Verbindung zwischen Wien via Linz nach Bad Aussee profitieren, denn anders als klassische Fernverkehrszüge setzt Silverstar allerdings hauptsächlich auf ein touristisches Premium-Konzept. Der Zug soll zwischen 1. Mai und 30. September 2027 jeweils dienstags und donnerstags verkehren.
Auf Österreichs Schienen kommt Bewegung: Mit Silverstar Railways will ab 2027 ein neuer privater Bahnanbieter in Konkurrenz zu ÖBB und Westbahn treten. Geplant ist zunächst eine Direktverbindung von Wien über St. Pölten und Linz bis ins Salzkammergut nach Bad Aussee. Bisher ist die Anreise ins innere Salzkammergut oft mit Umsteigen verbunden – insbesondere in Attnang-Puchheim.

Silverstar Railways beschäftigt derzeit zehn Mitarbeiter, darunter mehrere Lokführer mit Erfahrung im Güterverkehr. Das Unternehmen verfügt bereits über zwei moderne Siemens-Lokomotiven, die aktuell für Gütertransporte und touristische Charterfahrten eingesetzt werden.
Das SILVERSTAR-Konzept:
- ausschließlich 1. Klasse
- fixe Sitzplatzreservierung
- gastronomisches Angebot an Bord
- teilweise All-inclusive-Pakete
- Fokus auf Erlebnisreisen statt reinem Transport
Der sogenannte „Star Blues Train“ soll zwischen Mai und September 2027 jeweils dienstags und donnerstags verkehren. Vorgesehen sind Sitzplatzreservierungen sowie gastronomische Angebote an Bord – von À-la-carte-Verpflegung bis hin zu All-inclusive-Paketen. Das Unternehmen setzt dabei bewusst auf ein touristisch orientiertes Reiseerlebnis.
Noch befindet sich Silverstar Railways im Zulassungsverfahren. Spätestens im September 2026 soll die EU-Sicherheitsbescheinigung der Europäischen Eisenbahnagentur vorliegen. Damit wäre der Weg für den kommerziellen Personenverkehr frei. Neben der Verbindung durchs Salzkammergut prüft das Unternehmen bereits weitere nationale und internationale Strecken. Langfristig denkt Silverstar auch an Luxus-Direktverbindungen Richtung Italien, Slowenien und Kroatien.
Ob sich der neue Anbieter mit dieser Nischenpositionierung dauerhaft am Markt etablieren kann, wird sich zeigen. Für Oberösterreich könnte das Projekt jedoch einen zusätzlichen Impuls für den Tourismus bringen.















