Die voestalpine bleibt das wirtschaftliche Rückgrat von Linz und beweist auch in herausfordernden Zeiten ihre Stärke. Trotz eines schwierigen internationalen Umfelds, hoher Energiepreise und einer schwächelnden europäischen Industrie konnte der Stahl- und Technologiekonzern seinen Gewinn im vergangenen Geschäftsjahr um beeindruckende 138 Prozent steigern.
Die voestalpine bleibt das wirtschaftliche Kraftzentrum von Linz. Trotz eines schwierigen Marktumfelds mit schwacher Industriekonjunktur in Europa, Problemen in der Automobilbranche und internationalen Handelskonflikten konnte der Stahl- und Technologiekonzern im Geschäftsjahr 2025/26 seine Gewinne massiv steigern. Der Jahresüberschuss kletterte um beeindruckende 137,6 Prozent von 179 auf 424 Millionen Euro.
Auch andere Kennzahlen zeigen die Stärke des Konzerns: Das operative Ergebnis (EBITDA) stieg um mehr als zehn Prozent auf 1,49 Milliarden Euro, das Betriebsergebnis (EBIT) sogar um 59 Prozent auf 724 Millionen Euro. Der Umsatz ging zwar leicht von 15,7 auf 15,1 Milliarden Euro zurück, dennoch gelang eine deutliche Ergebnisverbesserung.
Mit rund 48.800 Mitarbeitern weltweit, etwa 500 Konzernstandorten in mehr als 50 Ländern und einer Eigenkapitalbasis von 7,8 Milliarden Euro zählt die voestalpine weiterhin zu den bedeutendsten Industrieunternehmen Europas. Besonders bemerkenswert ist der starke freie Cashflow von 537 Millionen Euro, während gleichzeitig die Nettoverschuldung auf nur noch rund 1,3 Milliarden Euro gesenkt werden konnte.
Für Linz besonders wichtig: Der Umbau hin zur klimafreundlicheren Stahlproduktion läuft planmäßig weiter. Im Rahmen des 1,5 Milliarden Euro schweren Projekts „greentec steel“ sind bereits rund 60 Prozent der Investitionen umgesetzt. Im Februar 2027 soll der erste Elektrolichtbogenofen in Linz in Betrieb gehen und einen der bisherigen Hochöfen ersetzen. Dadurch sollen die CO₂-Emissionen der Stahlproduktion deutlich reduziert werden.
Auch für die Zukunft zeigt sich der Konzern optimistisch. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet die voestalpine ein EBITDA zwischen 1,6 und 1,85 Milliarden Euro. Rückenwind erhofft man sich dabei unter anderem von neuen EU-Schutzmaßnahmen gegen Billigstahlimporte aus Asien.
Foto: Pertlwieser/Stadt Linz















