• Dürre-Wüste statt grünem Band: Das etwa 23.000m2 oder etwa drei Fußballfelder  große Dach des Autobahntunnels zwischen Neuromed Campus und dem Wankmüllerhofviertel hat es diesen Sommer ganz besonders erwischt. Das nur etwa 50cm dicke, schattenlose  Erdreich auf der 560 Meter langen Einhausung wurde so richtig durchgegrillt.
In der Vergangenheit gab es bekanntlich immer wieder Vorstöße, die Fläche zu öffnen und urban nutzbar zu machen – als Fläche zum Garteln oder als Sport- und Spielplatz mit Sonnensegeln. Passiert ist bis dato nichts. Gemeinderat und Stadtentwickler Lorenz Potocnik  brachte die Idee bereits 2020 erstmals in den Gemeinderat, blitzte bei den anderen Parteien aber ab. Es wäre das größte derartige Projekt in Europa gewesen. Linz pflanzte lieber in der Innenstadt einzelne Bäume um einen mittlerweile siebenstelligen Betrag. 

Die Einhausung Niedernhart wurde 2005 verwirklicht. Anders als beim angrenzenden Bindermichl-Tunnel wurde damals aber – wohl aus Kostengründen – auf die Möglichkeit einer Begehung, Querung und eine Nutzbarmachung verzichtet, obwohl das Dach mit einer Wiesenfläche bewachsen ist. „Schade, denn in vielen anderen Städten werden genau solche Flächen jetzt urban nutzbar gemacht. Genau an solchen Stellen könnte mit vergleichsweise wenig Aufwand viel für die „Klimahauptstadt“ herausgeholt werden“, so Linzplus-Propeller Lorenz Potocnik .

Fotos: zVG
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voestalpine trotzt Krise: Gewinn steigt um 138 Prozent

Linzer Industriekonzern steigert Jahresgewinn auf 424 Millionen Euro – Milliardenprojekt „greentec steel“ voll auf Kurs

8. Juni 2026
in Land, Linz
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Die voestalpine bleibt das wirtschaftliche Rückgrat von Linz und beweist auch in herausfordernden Zeiten ihre Stärke. Trotz eines schwierigen internationalen Umfelds, hoher Energiepreise und einer schwächelnden europäischen Industrie konnte der Stahl- und Technologiekonzern seinen Gewinn im vergangenen Geschäftsjahr um beeindruckende 138 Prozent steigern.

Die voestalpine bleibt das wirtschaftliche Kraftzentrum von Linz. Trotz eines schwierigen Marktumfelds mit schwacher Industriekonjunktur in Europa, Problemen in der Automobilbranche und internationalen Handelskonflikten konnte der Stahl- und Technologiekonzern im Geschäftsjahr 2025/26 seine Gewinne massiv steigern. Der Jahresüberschuss kletterte um beeindruckende 137,6 Prozent von 179 auf 424 Millionen Euro.

Auch andere Kennzahlen zeigen die Stärke des Konzerns: Das operative Ergebnis (EBITDA) stieg um mehr als zehn Prozent auf 1,49 Milliarden Euro, das Betriebsergebnis (EBIT) sogar um 59 Prozent auf 724 Millionen Euro. Der Umsatz ging zwar leicht von 15,7 auf 15,1 Milliarden Euro zurück, dennoch gelang eine deutliche Ergebnisverbesserung.

Mit rund 48.800 Mitarbeitern weltweit, etwa 500 Konzernstandorten in mehr als 50 Ländern und einer Eigenkapitalbasis von 7,8 Milliarden Euro zählt die voestalpine weiterhin zu den bedeutendsten Industrieunternehmen Europas. Besonders bemerkenswert ist der starke freie Cashflow von 537 Millionen Euro, während gleichzeitig die Nettoverschuldung auf nur noch rund 1,3 Milliarden Euro gesenkt werden konnte.

Für Linz besonders wichtig: Der Umbau hin zur klimafreundlicheren Stahlproduktion läuft planmäßig weiter. Im Rahmen des 1,5 Milliarden Euro schweren Projekts „greentec steel“ sind bereits rund 60 Prozent der Investitionen umgesetzt. Im Februar 2027 soll der erste Elektrolichtbogenofen in Linz in Betrieb gehen und einen der bisherigen Hochöfen ersetzen. Dadurch sollen die CO₂-Emissionen der Stahlproduktion deutlich reduziert werden.

Auch für die Zukunft zeigt sich der Konzern optimistisch. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet die voestalpine ein EBITDA zwischen 1,6 und 1,85 Milliarden Euro. Rückenwind erhofft man sich dabei unter anderem von neuen EU-Schutzmaßnahmen gegen Billigstahlimporte aus Asien.

Foto: Pertlwieser/Stadt Linz

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