• 💸 Linz muss sparen – für „Kritische Männerarbeit“ gegen "Toxische Männlichkeit"  ist trotzdem Geld da

Die Stadt Linz steckt tief in den roten Zahlen, der Konsolidierungsbedarf liegt bei rund 65 Millionen Euro. Rund 300 Sparvorschläge wurden gewälzt, konkrete Beschlüsse blieben bei der Budgetklausur aber weitgehend aus. Während anderswo jeder Euro gesucht wird, setzt man nun  städtischen Programm auf neue Veranstaltungen wie:

👉 „Toxische Männlichkeit – Aussteigerprogramm für Einsteiger“
👉 „Warum es mehr Kritische Männerarbeit braucht“

Verantwortet wird das Programm vom Frauenressort der grünen Stadträtin Eva Schobesberger. Ausgerechnet Schobesberger kritisierte die Budgetklausur danach mit den Worten „Viel Aufwand, kein Ergebnis“. Vielleicht sollte man angesichts der Linzer Finanzlage tatsächlich einmal grundsätzlich darüber reden, was eine hochverschuldete Stadt finanzieren muss – und was nicht. So bleibt nur von allem eines "toxisch": die  Ausgaben der Stadt linz... 

Foto: Stadt Linz.
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„Toxische Männlichkeit“: Stadt Linz nimmt jetzt die Männer ins Visier

15. Oktober 2026
in Linz, Politik
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Die Stadt Linz steckt tief in den roten Zahlen, der Konsolidierungsbedarf liegt bei rund 65 Millionen Euro. Rund 300 Sparvorschläge wurden gewälzt, konkrete Beschlüsse blieben bei der Budgetklausur aber weitgehend aus. Während anderswo jeder Euro gesucht wird, setzt man nun städtischen Programm auf neue Themenfelder wie: „Toxische Männlichkeit – Aussteigerprogramm für Einsteiger“, u.a. geht es dabei um Fragen wie „Welche Privilegien genießen Männer nur deshalb, weil sie männlich sind?“ und „Sollten wir statt Frauenquoten nicht besser Männerlimits festlegen, damit sich Männer end lich angesprochen fühlen?“ Unterstützt wird das Programm vom Frauenressort der grünen Stadträtin Eva Schobesberger. Ausgerechnet Schobesberger kritisierte die Budgetklausur danach mit den Worten „Viel Aufwand, kein Ergebnis“. Vielleicht sollte man angesichts der Linzer Finanzlage tatsächlich einmal grundsätzlich darüber reden, was eine hochverschuldete Stadt finanzieren muss – und was nicht. So bleibt nur von allem eines „toxisch“: die Ausgaben der Stadt Linz…

Mit dem „Detox Masculinity Institute“ von Christoph May sollen traditionelle Männerbilder, männliche Netzwerke, Privilegien und Machtverhältnisse kritisch hinterfragt werden. Die Stadt widmet dem Thema eine ausführliche Aussendung und stellt darin die These auf, dass „männlich dominierte Gewalt-, Schweige- und Blockadekulturen“ Fortschritte bei Klimaschutz, Diversität, Feminismus und sozialem Engagement verhindern würden. Auch die provokante Frage, ob anstelle von Frauenquoten künftig besser „Männerlimits“ diskutiert werden sollten, findet sich darin.

Schobesberger warnt vor „patriarchalen Männlichkeitsbildern“
Frauenstadträtin Eva Schobesberger sieht vor allem in sozialen Medien problematische Entwicklungen. Jungen und Männern würden dort wieder Rollenbilder vermittelt, die mit „Dominanz, Kontrolle und emotionaler Unterdrückung“ verbunden seien. Solche patriarchalen Männlichkeitsbilder führten laut Schobesberger zu Gewalt gegen Frauen und schadeten gleichzeitig Männern selbst. Deshalb brauche es mehr „Kritische Männerarbeit“.

„Was einmal mehr unausgesprochen bleibt: Die angeprangerten Punkte betreffen ganz besonders (zugewanderte) Männer aus dem arabischen/muslimisch geprägten Raum.“

Vom Männerbund bis zum eigenen Musikgeschmack
Weit reicht der Bereich, der dabei hinterfragt werden soll. Das Konzept beschäftigt sich nicht nur mit Gewalt und Sexismus, sondern auch mit Männernetzwerken in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Medien sowie mit Filmen, Musik, Gaming und sozialen Medien. Männer sollen sich unter anderem fragen, wie „männlich“ ihr Job, ihre Beziehungen, ihr Sex und ihr Medienkonsum seien.

So wird die Debatte heikel: Gewalt gegen Frauen und problematische Rollenbilder sind zweifellos ernst zu nehmende Themen. Wenn aber Männernetzwerke, Musikgeschmack, Filme, Freundschaften und gesellschaftliche Missstände unter dem großen Etikett „toxische Männlichkeit“ zusammengeführt werden, stellt sich die Frage, ob eine derart breite Zuschreibung tatsächlich zur notwendigen Präventionsarbeit beiträgt – oder Männer eher pauschal unter Rechtfertigungsdruck setzt.

Was einmal mehr unausgesprochen bleibt: Die angeprangerten Punkte betreffen ganz besonders (zugewanderte) Männer aus dem arabischen/muslimisch geprägten Raum. Dadurch, dass man das Problem quasi auf alle Männer umgeframed wird, rückt das wahre Problem de ungezügelten Zuwanderung und der Unwilligkeit der Integration aus dem Fokus….

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