Was auf den Feldern passiert, spüren auch die Menschen in den Städten – sei es durch die Preise im Supermarkt oder die Qualität regionaler Lebensmittel. Oberösterreichs Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger (ÖVP) sagt: „Eine starke heimische Landwirtschaft liegt im Interesse aller.“ Bei der Landesagrarreferentenkonferenz verweist sie auf die Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP): „Ich werde mich weiterhin klar dafür einsetzen, dass Agrarmittel zweckgebunden bleiben und dort ankommen, wo sie gebraucht werden – bei unseren bäuerlichen Familienbetrieben im ländlichen Raum.“
Anlass zur Sorge geben mögliche Kürzungen im neuen EU-Finanzrahmen: Statt 8,9 Milliarden Euro sollen für Österreich künftig nur rund 7,35 Milliarden Euro bereitstehen. Für Langer-Weninger wäre das ein Rückschritt – gerade in Zeiten steigender Energiepreise und globaler Unsicherheiten. „Aktuell kämpfen wir in der Landwirtschaft mit steigenden Produktionskosten – insbesondere durch steigende Sprit- und Energiepreise. Angesichts dieser Situation wäre eine Kürzung der Mittel fatal für die heimische Landwirtschaft“, warnt sie.
„Oberösterreich beweist, dass nachhaltige Landwirtschaft funktioniert, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Dieses Erfolgsmodell darf nicht durch unklare EU-Strukturen gefährdet werden“
Mit gefährdet wären auch Umwelt- und Zukunftsprojekte wie Biodiversitätsflächen, Grundwasserschutzprogramme oder Förderungen für Junglandwirte. Oberösterreich zählt hier zu den Vorreitern: 86 Prozent der Betriebe nehmen am Umweltprogramm ÖPUL teil, 2024 flossen 104 Millionen Euro in ökologische Maßnahmen. „Oberösterreich beweist, dass nachhaltige Landwirtschaft funktioniert, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Dieses Erfolgsmodell darf nicht durch unklare EU-Strukturen gefährdet werden“, so Langer-Weninger.
Denn: Wer in Linz regionale, hochwertige Lebensmittel einkauft, profitiert direkt von dieser Arbeit. „Wer Versorgungssicherheit, regionale Lebensmittelproduktion und Wertschöpfung im ländlichen Raum sichern will, darf die Betriebe in dieser Situation nicht alleinlassen“, so Langer-Weninger.
Foto: Lisa Schaffner / Land OÖ



























