Wien, Salzburg, Innsbruck und Klagenfurt haben es bereits, nun soll auch Linz ein Alkoholverbot rund um den Hauptbahnhof bekommen. Österreichweit gilt ein entsprechendes ÖBB-Verbot derzeit an neun Bahnhöfen.
In Linz umfasst die geplante Regelung das Bahnhofsgebäude, den Vorplatz und den Bahnhofspark. Die Umsetzung dauert allerdings seltsam lange und tritt erst ab 1. März 2027 – obwohl der Bahnhofsbereich seit Jahren zu den bekannten Problemzonen der Stadt zählt.
Begründet wird der lange Vorlauf unter anderem mit begleitenden sozialen Maßnahmen wie verstärktem Streetwork und einem „Parkläufersystem“. Dazu kommen unterschiedliche Zuständigkeiten: Im Bahnhofsgebäude sind die ÖBB zuständig, für Vorplatz und Park braucht es eine städtische Verordnung.
Warum die Einführung eines vergleichsweise einfachen Verbots noch mehrere Monate benötigt, bleibt damit dennoch erklärungsbedürftig. Andere österreichische Städte haben längst gezeigt, dass ein Alkoholverbot an Bahnhöfen unkomplizierter umsetzbar ist.
Auch Graz denkt mittlerweile über ein Alkoholverbot am Hauptbahnhof nach. Dort bremst allerdings KPÖ-Bürgermeisterin Elke Kahr: Sie bestätigt zunehmende Beschwerden über starken Alkoholkonsum, will vor einem Verbot aber prüfen, wie verhindert werden kann, dass sich die Probleme lediglich an einen anderen Ort verlagern.
















