• ✈️ Nicht immer über den Linz Airport jammern – sondern fliegen! 🌍

Klar: Mehr Direktflüge ab Linz wären schön. Aber auch mit einem flotten Anschluss in Frankfurt kommt man von unserem Flughafen inzwischen ziemlich weit – und überraschend günstig.

Über Frankfurt und Doha geht’s dank des Interline-Abkommens von DAT und Qatar Airways hinaus in die große weite Welt - ab Frankfurt wartet die Boeing 787. ✈️

Ein paar Preisbeispiele ab Linz:

🇿🇦 Kapstadt ab 607 Euro
🇶🇦 Doha ab 580 Euro
🇮🇩 Bali ab 805 Euro
🇯🇵 Tokio ab 777 Euro
🇦🇺 Sydney ab 657 Euro

Und das Beste: Die Reise beginnt ganz entspannt vor der Haustür – ohne stundenlange Anreise nach Wien oder München. 🚗❌
Auch die schöne Stadt Frankfurt ist einen Wochenendtrip wert, erreichbar mit dem Flug nach Linz um 140 Euro - da kann selbst die Bahn nicht mit. 
Also: Nicht immer nur über unseren Flughafen jammern. Ab und zu sollte man ihn auch benutzen. 😉

#LinzAirport #linzamagazin #linz #Frankfurt #DAT #QatarAirways  #DirektAbLinz #ReisenAbLinz 

📷 Linz Airport/KI erstellt
Montag, Oktober 19, 2026
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100 Jahre Urnenhain Urfahr: Wie sich unsere letzte Reise verändert hat

18. Oktober 2026
in Freizeit, Linz, Unterwegs
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Vor 100 Jahren wurde der Urnenhain Urfahr eröffnet. Was heute als selbstverständliche Form der Bestattung gilt, war damals gesellschaftlich keineswegs unumstritten. Zum Jubiläum erzählt eine erweiterte Dauerausstellung in der historischen Feuerhalle von diesem Wandel – und öffnet erstmals Bereiche, die Besuchern bisher verschlossen waren.

Seit 1926 gibt es den Urnenhain in Urfahr. Inzwischen ist aus dem damaligen Friedhof ein 96.500 Quadratmeter großer „Park der Erinnerung“ geworden. Rund 9.000 Gräber und neun unterschiedliche Grabkonzepte finden sich auf dem Areal – vom klassischen Erdgrab über rund 5.000 Nischengräber bis zu modernen Formen der Urnenbestattung.

Nach über 20 Jahren wird die alte Feuerhalle wieder für Besucher geöffnet. (Foto: LINZ AG / YouTube)

Als die Feuerbestattung noch für Diskussionen sorgte
Die Geschichte dahinter reicht allerdings weiter zurück. Die moderne Feuerbestattungsbewegung gewann in Europa im 19. Jahrhundert an Bedeutung. Neue technische Möglichkeiten, hygienische Überlegungen und gesellschaftliche Veränderungen führten zu einer intensiven Debatte darüber, ob Verstorbene weiterhin ausschließlich in der Erde bestattet oder auch eingeäschert werden sollten.

In Österreich war die Feuerbestattung lange besonders umstritten. Vor allem die katholische Kirche lehnte die Kremation über Jahrzehnte ab, während sich insbesondere freidenkerische und reformorientierte Kreise dafür einsetzten. Die Auseinandersetzung war damit nicht nur eine Frage der Bestattung, sondern spiegelte auch die gesellschaftlichen und weltanschaulichen Konflikte jener Zeit wider. Genau diese Entwicklung erzählt die Dauerausstellung „Geschichte der Feuerbestattung“, deren historische Reise im Jahr 1873 beginnt.

Die Feuerhalle als Stück Linzer Zeitgeschichte
Eine besondere Rolle spielt dabei die historische Feuerhalle des Urnenhains. Sie wurde 1928/29 nach Plänen des Architekten Julius Schulte errichtet und machte Urfahr zu einem wichtigen Standort der österreichischen Feuerbestattung.

Mehr als sieben Jahrzehnte lang fanden hier Verabschiedungen und Kremationen statt. Erst 2003 wurde die alte Feuerhalle durch eine moderne Anlage auf dem Gelände ersetzt. Das historische Gebäude blieb erhalten und steht heute unter Denkmalschutz.

Seit Oktober 2023 befindet sich darin die Dauerausstellung zur Feuerbestattung. Zum 100-Jahr-Jubiläum wurde sie nun wesentlich erweitert. Erstmals werden auch jene historisch-technischen Bereiche der ehemaligen Kremationsstätte zugänglich gemacht, die Besucher bisher nicht betreten konnten. Dabei geht es nicht nur um gesellschaftliche Veränderungen, sondern auch ganz konkret darum, wie eine Feuerhalle früher funktionierte und welche Technik dahinterstand.

„Mit der Erweiterung der Ausstellung können wir einem vielfach geäußerten Wunsch der Besucherinnen und Besucher entsprechen, auch die bislang nicht zugänglichen Bereiche der ehemaligen Feuerhalle besichtigen zu können“, sagt Mario Wagenhuber, Leiter LINZ AG BESTATTUNG & FRIEDHÖFE.


100 Jahre Urnenhain Urfahr: Meilensteine

  • 1926: Gründung des Urnenhains Urfahr durch den Verein „Flamme – Freunde der Feuerbestattung“.
  • 1929: Beginn der Feuerbestattungen in der neu errichteten Feuerhalle.
  • 2003: Eröffnung des neuen, modernen Kremationsgebäudes. Die historische Feuerhalle wird außer Betrieb genommen.
  • 2009: Errichtung der ersten modernen Stelengräber-Anlage beim Pförtnerhäuschen.
  • 2011: Große Erweiterung für neue Grabformen. Mit den Stelengräbern „Cello“, „Flöte“ und „Harfe“ entsteht eine musikalisch inspirierte Anlage. Heute befinden sich hier rund 600 Grabstellen – die größte zusammenhängende Abteilung des Urnenhains.
  • 2023: Eröffnung des ersten Teils der Dauerausstellung „Feuerbestattung“. Die historische Feuerhalle wird damit wieder für die Öffentlichkeit zugänglich.
  • 2026: Zum 100-Jahr-Jubiläum eröffnet Teil 2 der Dauerausstellung. Erstmals können auch bislang nicht zugängliche historisch-technische Bereiche der ehemaligen Feuerhalle besichtigt werden.

Vom Friedhof zum Park der Erinnerung

Auch der Urnenhain selbst hat sich in seinem ersten Jahrhundert stark verändert. Seit 1996 wird der städtische Friedhof von der LINZ AG beziehungsweise deren Vorgängerunternehmen SBL betrieben. Heute verbindet das weitläufige Gelände historische Grabanlagen mit neuen Formen des Abschieds und der Erinnerung.

Das 100-jährige Bestehen wurde mit einem Festakt im Beisein von Bürgermeister Dietmar Prammer und LINZ AG-Generaldirektor Erich Haider begangen. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur ein Friedhofsjubiläum, sondern ein bemerkenswerter gesellschaftlicher Wandel: Eine Bestattungsform, über die einst heftig gestritten wurde, gehört heute ganz selbstverständlich zur Bestattungskultur.

 

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